Students for Future an der HBK übergeben Forderungen an Hochschulleitung

Die zuvor durch die Studierendenschaft der HBK auf einer Vollversammlung beschlossenen Klimaschutzziele wurden am 16. Dezember an die Hochschulleitung der HBK Braunschweig übergeben.

Der hauptberufliche Vizepräsident Rainer Heuer übernahm diesen Montag stellvertretend für das Präsidium die Forderungen der Studierendenschaft.

Sechs Studierende der Students for Future Braunschweig sprachen mit Herrn Heuer in einem einstündigen Treffen über mögliche Wege, die geforderten Klimaschutzziele zu realisieren. Die Gesprächsatmosphäre wurde von den Teilnehmenden als positiv und konstruktiv wahrgenommen.

Mitte Februar soll es ein erstes hochschulöffentliches Projekttreffen geben, an dem Lehrende, Studierende und Mitarbeiter*innen der HBK teilnehmen können. Ziel des Treffens wird sein, innerhalb der HBK eine geeignete Organisationsstruktur zu finden, die eine kontinuierliche Arbeit hin zu einer klimaneutralen Hochschule ermöglicht.

Filmpremiere & Podiumsdiskussion “2040: Wir retten die Welt!”

Am Mittwoch den 06. November 2019 fand im Anschluss an die Premiere des Dokumentarfilms “2040: Wir retten die Welt!” im Astor Filmtheater eine Podiumsdiskussion statt. An dieser war auch Steffen Schmädecker (Student des Umweltingeneurwesens, 23) von Fridays for Future Braunschweig beteiligt.

Auf seiner Suche findet Gameau bereits heute verfügbare Lösungen und Ansätze für ein gutes Leben auch im Jahr 2040: Neben Landwirtschaft, Verkehr und Energie war auch die Stärkung der Rechte der Frau und Bildung für alle Themen, die im Film behandelt wurden. Der Dokumentarfilm macht Hoffnung, aber er richtet auch einen Appell an den*die Zuschauer*in: Wir müssen endlich anfangen, Verantwortung zu übernehmen, neue Wege einzuschlagen und jetzt gemeinsam für eine bessere Welt zu arbeiten.

An der Podiumsdiskussion nahm neben Steffen auch der Umweltgutachter Dr. Ralf Utermöhlen, die Klimaschutzmangerin der Stadt Braunschweig Frau Borg- Jürging, Klimaschutzmanagerin der Stadt Braunschweig, Heiko Hilmer von der regionalen Energie- und Klimaschutzagentur e.V. und Julien Mounier Vorstandsmitglied von BS-Energy teil. Die Fragen stellte Ann-Claire Richter von der Brausnchweiger Zeitung.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Klimawandel menschgemacht ist und wir nun agieren müssen, damit katastrophale Auswirkungen verhindert werden können. Zuerst drehten sich die Fragestellungen rund um den Inhalt des Films. Daran anschließend wurde die Diskussion auch für Fragen aus dem Publikum geöffnet. Wenn auf nationaler Ebene nicht genügend für den Klimaschutz und damit Klimagerechtigkeit getan wird, dann müssen Städte, Kommunen und Institutionen selbst anfangen, Klimaschutz ambitionierter anzugehen, als dies die Bundesregierung tut. BS|ENERGY will zum Beispiel bis Dezember 2022 endgültig aus der Kohleenergie aussteigen – 16 Jahre bevor das die Bundesregierung fordert.

Aus dem Publikum wurde die Forderung nach Umrüstung der städtischen Fahrzeuge auf E-Mobilität, an die Klimaschutzmanagerin der Stadt Braunschweig herangetragen – was tatsächlich auch ein Punkt aus unserem Forderungspapier an die Stadt war.

Seit dem globalen Streik am 20. September und der Zusammenarbeit mit Gewerkschaften möchte Fridays for Future nicht mehr nur noch ein Streik junger Menschen sein, sondern alle gesellschaftlichen Gruppen, die für mehr Klimaschutz einstehen wollen, miteinladen, den Druck auf die Politik weiter zu erhöhen. Wir müssen weiter ungemütlich bleiben, denn das Klimapäckchen der Bundesregierung führt dazu, dass wir das 1,5°C-Grad Ziel verfehlen!

Wir sehen uns auf der nächsten Demo!

Wie man sich solidarisch zeigen kann

Du kannst am 20. September nicht streiken, weil du sonst arbeitsrechtlich Konsequenzen haben würdest und hast dir nicht frei genommen? Oder dein*e Arbeitgeber*in hat dir eine verlängerte Mittagspause verweigert? Dann gibt es noch andere Wege, seine Forderung nach einer konsequenteren Klimapolitik kundzutun und sich mit all jenen, die an diesem Freitag #AlleFürsKlima auf die Straßen gehen, zu solidarisieren.

1) Soliplakat

Klimakrise stoppen! #AlleFürsKlima www.allefürsklima.de

Hast du dir schon unser Soliplakat ausgedruckt? Den Downloadlink findest du auf der Startseite von fff-braunschweig.de Dieses kannst du dir an deinen Arbeitsplatz hängen, aber auch

zuhause an ein Fenster oder die Wohnungstür. Lass deine Kolleg*innen und Nachbar*innen wissen, dass du eine Politik einforderst, die die Klimakrise als solche ernst nimmt und ernsthafte Maßnahmen ergreift.

2) Profilbildgenerator

Sicherlich besitzt du auch ein Mobiltelefon, oder bist auf diversen Social Media-Plattformen angemeldet. Zeige all deinen Kontakten, dass auch du zum 20.09. zum Motto #allefürsklima demonstrierst/demonstrieren möchtest. Den Profilbildgenerator findest du unter: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/profilbildgenerator/

3) Erzähle deinen Mitmenschen vom 20.09.

Wahrscheinlich haben deine Mitmenschen – Kolleg*innen, Mitschüler*innen, Verwandte, Freund*innen usw. – noch nicht alle von dem Generalstreik aller Generationen am 20. September gehört. Vielleicht kannst du nicht zum Klimastreik kommen, aber du kannst dennoch andere Menschen unter Umständen davon überzeugen, dass sie mitdemonstrieren.

4) Sei dabei und demonstriere mit uns!

Wenn du allerdings, doch die Möglichkeit hast, mit uns zu streiken, dann sei dabei, damit du später deinen Kindern und Enkelkindern erzählen kannst, dass du für ihre Zukunft auf die Straße gegangen bist!

Los geht die #AlleFürsKlima-Demo am 20. September um 10 Uhr auf dem Schlossplatz mit Musik und Reden. Nach einer Stunde bewegt sich der Demozug dann los in Richtung Kohlmark. Dort findet von circa 12.15 Uhr bis 12.45 Uhr eine Zwischenkundgebung statt, zu der Arbeitnehmer*innen in ihrer Mittagspause dazustoßen können.

Die integrative Demoroute gleicht einer liegenden Acht und ermöglicht allen, die nicht so gut zu Fuß sind, auf dem Hagenmarkt zu verweilen, bis der Demozug wieder an diesem Knotenpunkt ankommt und alle gemeinsam zurück zur Abschlusskundgebung mit Musik am Schlossplatz ziehen.

Wir benötigen deine Unterstützung!

Der globale Klimastreik am 20. September wird GROSS! So groß wie noch keine Fridays For Future Demonstration zuvor. Wir rechnen mit 7000 Demonstrierenden. Der Druck von Plakaten und Flyern, das Leihen von Bühne und Musiktechnik, all das – und all die kleinen Dinge, die noch anfallen – kosten Geld. Dafür benötigen wir deine Unterstützung! Damit wir von “Fridays for Future Braunschweig” auch weiterhin unabhängig und eigenständig organisieren können, brauchen wir deine Spende! SEI AUCH DU KLIMARETTER*IN!

Unter dem Menüpunkt ‚Unterstützen‘ findest du auch den Link zum PayPal-Konto der Reka, falls du lieber darüber eine Spende tätigen möchtest.

Stiller Sitzstreik am 6. September

Sit-In for Future

Am 20. August 2018, vor etwas mehr als einem Jahr, streikte Greta Thunberg das erste mal vor dem schwedischen Reichstag. Nur mit einem Schild – mit der mittlerweile weltbekannten Aufschrift “Skolstrejk för klimatet” – und ohne Parolen zu rufen.

An dieses stille Demonstrieren, das eine weltweite Bewegung auslöste, wollten wir mit unserem stillen Sitzstreik, der am 6. September um 14 Uhr auf dem Kohlmarkt stattfand, erinnern. Etwa 200 Menschen unterschiedlichsten Alters – auch Parents, Students, Grandparents und Scientists waren mit dabei – demonstrierten gemeinsam. Mit kreativen Schilder, Reden, sogenannten Die-Ins (dazu später mehr), sowie einem musikalischen Acapella-Beitrag taten wir unseren Protest auf dem Kohlmarkt kund. Immer wieder fiel ein Datum:

Der 20. September.

An diesem Tag wird Fridays for Future weltweit wieder laut – ganz besonders in Deutschland, denn an diesem Freitag sollen vorraussichtlich konkrete Klimaschutzmaßnahmen des Klimakabinetts vorgestellt werden.

Wie schon angedeutet, ist die Sorge um eine lebenswerte Zukunft angesichts der Klimakrise nichts, was nur Schüler*innen und Studierende angeht:

der menschgemachte Klimawandel betrifft ALLE, weshalb explizit alle Menschen unterschiedlichster Milieus und jeden Alters aufgerufen sind, gemeinsam mit uns für eine Polik zu demonstrieren, die ihrer Verantwortung nachkommt. Nur wenn die Politik effektive Maßnahmen ergreift und Strukturen schafft, die zum Schutz des Klimas und der Umwelt beitragen, können wir die Klimakrise gemeinsam aufhalten.

Der stille Sitzstreik am 6. September hatte den Zweck, Passant*innen auf die globale Demo am 20.09. – zu der auch ver.di, IGM, GEW, NGG und DGB aufgerufen haben – aufmerksam zu machen, sowie für die Klimawoche vom 20. bis 27. September zu werben.

Die-Ins For Future

Auch eine weitere andere Form des Protest wurde ausprobiert: zwei Gruppen haben sich bei einem sogenannten Die-In als Klimaleichen für bis zu 20 Minuten auf den Boden der zum Kohlmarkt führenden Gassen gelegt (Schuhstraße, Hutfiltern und Poststraße). Auf “Eins – Zwei – Die!” (engl.: stirb!) fielen die Aktivist*innen um und erstarrten zu leblosen Körpern, die auf die (zukünftigen) Opfer des Klimawandels aufmerksam machten. Gleichzeitig wurden Flyer zur Klimawoche Braunschweig an Passant*innen verteilt, die nun nicht mehr an uns und unseren politischen Forderungen sowie dem beinahe mantraartig wiederholten “20.09.” vorbeikommmen konnten.

– Na, was hast du am 20. September vor? ;D

Music for Future

Abgeschlossen wurde der Sitzstreik mit einem Open Mic – bei der jede Person gerne etwas kundtun durfte. Ein kleines Highlight war wohl der gesangliche Abschluss von einer Abiturientin, die Seed von Aurora acapella sang:

When the last tree has fallen, And the rivers are poisone, You cannot eat money, oh no

#SOSAmazonia am 23.08.2019

Am ersten Freitag nach den Sommerferien, sollte die erste Demo nach den Sommerferien stattfinden. Relativ kurzfristig ereilte uns ein Hilferuf der Fridays For Future Brasilien, wegen des damals schon seit 16 Tagen brennenden Amanzonas-Regenwalds. Nutzung. Ausgehend von Fridays for Future Brasilien haben sich weltweit Fridays for Future-Gruppen angeschlossen, um gegen die medial vernachlässigte Zerstörung des Regenwaldes zu demonstrieren unter dem Motto #SOSAMAZONIA.

Auch wir hatten uns am Abend vor der großen Demo nach den Sommerferien entschlossen, unsere freitägliche Demo unter das Motto #SOSAMAZONIA zu stellen. 300 Demonstrierende nahmen an der Demo teil und es wurde ein Betrag von 430,84€ und 110 dänischen Kronen für die Regenwaldstiftung OroVerde e.V. gesammelt. Nach der Demo spielte The Mothersound für uns.

Hintergrundcheck – warum wir zu #SOSAmazonia demonstriert haben

Über 30.000 Brände wurden von Januar bis Juli 2019 im Brasilianischen Amazonasgebiet registriert. Bis Ende August verdoppelte sich diese Zahl auf über 86.000 Brände.
Es sind die schlimmsten Feuer seit Jahren. Die Rauchwolken ziehen zum Teil bis in das 2.000km entfernte Sào Paulo und verdunkelten dort zwischenzeitig sogar den Himmel.

Waldbrände können sicherlich natürlichen Ursprungs sein, zum Beispiel durch Blitzeinschläge ausgelößt. Die Feuer im Amazonas sind nach Expertenmeinungen aber menschlichen Ursprungs. Viele der Brände wurden und werden gelegt um die Flächen für Zuckerrohr-, Sojaanbau und Viehwirtschaft zu nutzen.

Die Regenwälder dieser Erde und so auch der Amazonas haben großen Einfluss auf das globale Klima. Die Bäume und Pflanzen im Regenwald binden besonders viel Kohlenstoffdioxid. Durch ihre gezielte Verbrennung wird dieses CO2 in die Atmosphäre freigesetzt und trägt dort zur weiteren Erwärmung unseres Planten bei.

In dem Zusammenhang kritisieren Wir die Brasilianische Regierung unter dem brasilianischem Präsidenten Jair Bolsonaro. Nach seinem Amtsantritt im Januar, gingen zwischen Mai und Juli mehr Regenwaldfläche verloren als im selben Zeitraum in den 3 vorhergehenden Jahren. Darüber hinaus plant er noch bestehende Umweltkontrollen weiter zu lockern.

Quellen zum Hintergrundcheck:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/a-1284501.html
https://www.regenwald-schuetzen.org/kids/wissen-ueber-den-regenwald/bedeutung-und-nutzen/
https://www.focus.de/wissen/klima/klimaschutz/endlich-bewiesen-forscher-messen-treibhauseffekt-durch-co2_id_4507677.html
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/bolsonaro-abholzung-regenwald-101.html