Kohlekraftwerk basteln

Kohlekraftwerk

Du benötigst:

  • eine leere Toilettenpapierrolle
  • weitere Pappreste (zum Beispiel von einer leeren Taschentücherbox)
  • ein kleines Plakat, ca. 25 × 30cm groß und 1 – 2 mm stark
  • einen Tuschkasten mit Wasserfarben und Deckweiß
  • ein paar Pinsel und/oder einen Schwamm
  • Kleber

1. Schneide einen etwa 4cm breiten Streifen längst aus der Toilettenpapierrolle und knicke für die Klebekanten jeweils schmale Bereiche ab. Außerdem bringst du am unteren Ende des größeren Stücks (=dem „Kühlturm“) einen kleinen Winkel aus Pappe an. Nachdem du an deinem Plakat die unteren 5cm nach vorne geknickt hast, kannst du den Kühlturm bereits ankleben, indem du die Klebekanten und auch den Pappwinkel mit Kleber bestreichst. Tipp: Damit sich nicht alles sofort wieder löst, kannst du dein Plakat, während der Kleber trocknet, beispielsweise zwischen zwei schweren Büchern einklemmen.

2. Falte nun die quaderförmigen Gebäude, wobei das große Gebäude 6 cm hoch, 4 cm breit und 2 cm tief und das kleine Gebäude 4cm hoch, 2cm breit und 1cm tief sein sollte. Zusätzlich solltest du an Klebekanten für die Rück- und Unterseite denken, damit du alles am Plakat befestigen kannst. Hast du dies getan, kürzt du den schmalen Schornstein aus Schritt 1 auf circa 5cm und klebst ihn oberhalb des großen Gebäudes auf das Plakat auf.

3. Stelle das Kohlekraftwerk nun fertig, indem du mit einem Pinsel schwarze Tusche (= „Kohle“) rund um das Kraftwerk aufträgst. Dazu solltest du nicht allzu viel Wasser verwenden. Anschließend tupfst du ebenfalls mit schwarzer Tusche, allerdings vermischt mit etwas Deckweiß und mithilfe eines Schwamms, die aus dem Kühlturm und dem Schornstein austretenden Abgase auf.
Zusätzlich kannst du noch einen kurzen Demospruch hinzufügen, wenn du magst!

Geburtstag und Zeugnisse

Am 31.01.2020 haben wir wieder gestreikt. Denn unsere Ortsgruppe gibt es nun schon seit einem Jahr, und wir haben der Stadt Braunschweig ein Zeugnis ausgestellt.

Anlässlich unseres Geburtstags haben die Parents for Future eine Rede gehalten und uns ein „kleines Geschenk“ überreicht. Ein riesiges Dankeschön dafür noch einmal!

Und warum haben wir ein Zeugnis an die Stadt erstellt und übergeben? Die Idee dazu ist uns gekommen, weil die Schülis am 31.01. Zeugnisse bekommen haben. In diesen Zeugnissen wird die schulische Leistung bewertet, es werden Anforderungen gestellt – Wir haben die Stadt darin bewertet, ob und wie sie sich Ziele zum Klimaschutz gesetzt und unsere Forderungen umgesetzt hat.

Was die Zielsetzung anging, schnitt die Stadt gut ab. 2020 soll ein Klimaschutzkonzept erarbeitet werden, dass unter anderem die Reduktion der Treibhausgasemissionen um 70% bis 2030 beinhalten soll.
In den „Fächern“ Verwaltung und Energie reichte es allerdings nur noch für eine 5 (mangelhaft). Wir konnten positiv anmerken, dass die Stadt den Klimawandel anerkennt und in einigen Entscheidungen bedenkt. Allerdings werden viele Entscheidungen immer noch ohne Einbeziehung der Klimaauswirkungen getroffen. Das vorliegende Klimaschutzkonzept von 2010 ist vollkommen ungenügend, und wir bemängeln, dass Politiker*innen sich nicht an der Erarbeitung eines neuen Konzepts beteiligen.
Den Ratsbeschluss aus dem vergangenen Dezember zu Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern bewerten wir positiv, auch wenn aktuell noch keine solche Anlage in Betrieb genommen wurden. Unsere Erwartung für Kredite um klimaschonende Energiequellen für Privatpersonen zu finanzieren, wurde nicht erfüllt.
In Verkehr und Ökologie gab es dann jeweils eine 6 (ungenügend). Der Fokus auf Automobilverkehr und der Ausbau des Flughafens stehen in völligem Kontrast zu unserer Forderung nach einer autofreien Innenstadt und dem Ausbau des Radverkehrsnetzes und des ÖPNV. Der kostenlose Verleih von Lastenrädern und der Mängelmelder für Radwege werden nicht ausreichend kommuniziert.
Wir kritisieren außerdem, das auf der Jasperallee im vergangenen jahr alle alten Bäume gefällt wurden. Ersatzpflanzungen wurden vernachlässigt. Ein Konzept um neue Grünflächen zu schaffen und Flächen zu entsiegeln fehlt.

Wie in einem „richtigen“ Zeugnis haben wir auch das Arbeits- und Sozialverhalten beurteilt.
Das Arbeitsverhalten der Stadt entspricht unseren Forderungen mit Einschränkungen. Die Planung und Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes 2020 wirken gründlich und sorgfältig, benötigen aber mehr Zeit als vorgesehen. Alle bisherigen Anstrengungen in Klimafragen benötigten gelegentliche Erinnerungen und der Stellenwert des Klimaschutzes ist bisher sehr wechselhaft.
Das Sozialverhalten hingegen entspricht unseren Forderungen in vollem Umfang. Wir bewerten die Bereitschaft der Stadt mit anderen Interessensvertreter*innen über den Klimaschutz zu sprechen als positiv, genau wie das Ergreifen der Initiative und Gesprächesuchen. Auch werden besprochene Kompromisse und Lösungswege meist umgesetzt.

Klimaschutz ist ein komplexes Thema, das sich auf diverse Gebiete erstreckt. Dieses Zeugnis
umfasst nur einige wichtige Punkte; Fragen, die hier nicht auftauchen, können daher trotzdem
relevant für den Klimaschutz sein. Natürlich ist uns auch bewusst, dass Prozesse in der Stadt
Zeit brauchen. Hier wurde aus unserer Perspektive versucht, den Ist-Zustand zu erfassen. Wir
sind gerne bereit, im nächsten Halbjahr ein besseres Zeugnis auszustellen! Wir sehen Potential.