Keine Kohle für die Kohle – Finanz-Aktionstag am 14.05.

Es ist längst bekannt, dass fossile Brennstoffe wie Kohle, Gas und Öl nicht zukunftsfähig sind – ebenso wenig die dazugehörigen Industrien. Trotzdem werden sie weiterhin von Banken finanziert und somit künstlich erhalten. 

Tatsächlich tragen Banken hier eine große Verantwortung: Allein die Commerzbank hat 2019 3,8 Milliarden US-Dollar in die fossile Industrie investiert. Damit hat sie ihre Investitionen seit 2016 mehr als verdreifacht – obwohl sie sich zum 2015 beschlossenen Pariser Klimaabkommen bekannt hat.
Kurzfristig mag das zu finanziellen Vorteilen führen, langfristig hat es jedoch verheerende Folgen und befeuert die Klimakrise.
Die Comerzbank und die unterstützte Industrie verdienen somit an der Zerstörung der Lebensgrundlagen von zukünftigen Generationen sowie von MAPA. Dies ist absolut ungerecht und muss unbedingt aufhören! 


Deshalb ziehen wir die Commerzbank heute mit unserem Protest zur Verantwortung und fordern einen sofortigen Stopp aller Investitionen in Kohle, Öl und Gas. Stattdessen sollte sie in erneuerbare Energien und damit in unsere Zukunft investieren. Es braucht eine Finanzwende.
Wir stehen für Klimagerechtigkeit und sagen ganz klar: Keine Kohle für die Kohle!

Schluss mit dem Blödsinn – No More Empty Summits!

Am 22. und 23. April hat US-Präsident Joe Biden den „Leaders Summit on Climate“ veranstaltet – aber was machen die Politiker*innen eigentlich?

Eingeladen waren 40 Staaten, hauptsächlich die global größten Volkswirtschaften. Dazu zählen neben den USA beispielsweise Deutschland, Russland und Großbritannien.
Auf dem Summit, einer der wenigen großen Klimakonferenzen 2021, wollten die teilnehmenden Länder über ihre Klimaziele sprechen. Unter anderem sollte erreicht werden, dass Emissionen reduziert, Jobs geschaffen und MAPA-Staaten finanziell unterstützt werden.

Ganz allgemein gesagt: Es sollte um die Schaffung von Wegen zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze gehen.

Grundsätzlich sind Klimakonferenzen eine gute Idee, aber es gibt bei der Sache einen Haken: Präsident Biden hat nur 40 Staatschef*innen eingeladen, von denen die meisten große Industrienationen repräsentieren. Staaten, die schon jetzt die Auswirkungen der Klimakrise drastisch zu spüren bekommen, sind kaum vertreten.

Biden selbst bezeichnete seinen Summit dabei als „wegweisend“ auf dem Weg zur UN-Klimakonferenz (COP 26) im November. Doch die Redebeiträge während des Summits ließen zu wünschen übrig. Leere Worte und leere Versprechen, schön verpackt. Wirklich der 1,5 Grad-Grenze entsprach nichts. Abstrakte Klimaziele bis 2050 statt sofortiger Maßnahmen, Schönrechnen von und Jonglieren mit Zahlen statt wirklicher Emissionsreduktion. In letzterem ist die EU besonders gut.

Auf Twitter spricht das Bundesumweltministerium von einem “großen Schritt auf dem Weg zu einem klimaneutralen Kontinent”, tatsächlich manifestiert das neue Klimaziel, dass vor wenigen Tagen beschlossen wurde, aber eine Abkehr vom Pariser Klimaschutzabkommen. Es beinhaltet eine Reduizierung der Emissionen von 55% – eigentlich weniger, denn in die Berechnung flossen zum Beispiel CO2-Senken wie Wälder ein. Genau wie die vorher geplanten 40% Reduktion reicht das nicht aus.

Wir wissen, was Krise bedeutet. Wir stecken in mehreren gleichzeitig, erleben es täglich. Wir haben die Fakten, wissen, dass wir für die Klimakrise verantwortlich sind. Aber wir wissen auch, dass wir etwas dagegen tun können, und wir wissen, dass all das möglich ist.

Die Klimakrise ist eine globale Krise. Zwar müssen die Verursacherinnen ihre Verantwortung anerkennen, aber für eine wirksame und gerechte Bekämpfung braucht es uns alle. Alle Staaten, alle Menschen, alle Perspektiven.

Deshalb fand am 23. April ein globaler Aktionstag von Fridays for Future statt. Unter #NoMoreEmptySummits und #NoMoreEmptyPromises appellieren wir an alle Politiker*innen, die Klimakrise als solche anzuerkennen und entsprechend schnell zu handeln. Auf dem Biden Summit, in ihren eigenen Staaten, immer. Wir benötigen schnelle, gerechte Lösungen statt leerer Summits und leerer Versprechen!

Verkehrswende jetzt! – Radwege müssen angstfrei nutzbar sein

Am 30. April 2021 planen der ADFC KV Braunschweig e. V., Fridays for Future Braunschweig und die Gewerkschaft ver.di eine Fahrraddemonstration unter dem Motto „Der grüne Weg“.
Es wird sich um einen sogenannten Pop-Up-Radweg handeln, eine kurzfristig eingerichtete, für Fahrräder vom Autoverkehr abgetrennte Fahrspur. Der Radweg wird zwischen Wendenstraße, Hagenmarkt und Bohlweg eingerichtet und soll den Teilnehmer*innen der Demo einen Eindruck vermittelt, wie unbeschwertes Radfahren in der Innenstadt aussehen kann.


In der Vergangenheit hat die Politik Versprechen und Zusagen gemacht, sich für die Senkung des CO₂-Ausstoßes im Verkehrsbereich einzusetzen. Das Aktionsbündnis fordert, diesen Versprechen Taten folgen zu lassen. Die Verkehrswende ist nur zu schaffen, wenn der Fahrradverkehr verstärkt gefördert wird.


Viel zu oft sind Braunschweigs Radwege zu eng oder Kreuzungen so ausgeführt, dass sie Radfahrer*innen keinen Schutz bieten. Sie wurden in der Vergangenheit so umgebaut, dass Radfahrer*innen an Kreuzungen auf die Fahrbahn in den Autoverkehr geleitet werden oder auf schmalen Schutzstreifen fahren müssen. Oft überholen Autofahrer*innen auch mit zu wenig Abstand.
An vielen Stellen wird der Braunschweiger Radverkehr nur durch Markierungen auf der Fahrbahn „geschützt“. Die Angst, von Autos oder LKWs übersehen zu werden, ist bei vielen Radfahrer*innen groß.

Daher fordert das Aktionsbündnis sichere Radwege und Schutzinseln an Kreuzungen. Nur dann ist Fahrradfahren sicher genug für alle – auch Kinder ab 8 Jahren sollen in Braunschweig sicher mit dem Rad fahren können.


Dieser Blogeintrag basiert auf einer Pressemitteilung von ADFC KV Braunschweig e. V., Fridays for Future Braunschweig und ver.di vom 12.03.2021. Weitere Infos findest du auf der Seite der Fahrradstadt Braunschweig.


Unterstützt von:
Fahrradstadt Braunschweig
GEW Braunschweig
Greenpeace Braunschweig
reka e.V.
VCD Braunschweig
Volt Braunschweig

Wir haben wieder gestreikt! Globaler Klimastreik am 19.03.

Am Freitag, dem 19.03., fand unser siebter globaler Klimastreik statt. Natürlich haben wir auch in Braunschweig daran teilgenommen, zwar ohne große Demostration, aber dafür von Zuhause aus und mit einer kreativen Aktion.

Am Tag des Streiks konnte man in vielen Straßen Braunschweigs Fahnen, Plakate, Banner und ähnliche Solidaritätsbekundungen zu unserer Demo sehen. Ungefähr 400 Menschen haben an unserer Aktion teilgenommen und viele haben uns Bilder ihrer bunten Fenster geschickt. Dafür bedanken wir uns – gemeinsam haben wir trotz der Pandemie unseren Protest sichtbar gemacht!

Um den Streik zusätzlich noch zu unterstützen, fand auch eine Aktion an der Michaeliskirche statt, bei der wir mithilfe von Plakaten, Bannern und weiterem „Demo-Zubehör“ eine Demo symbolisiert haben. Die verschiedenen Plakate und Botschaften zeigen, dass wir auf die Straße gegangen wären, wenn Corona nicht existiert hätte, und dass wir noch immer da sind, um für klimagerechte Politik zu kämpfen! Wir wollen eine vielfältige und laute Bewegung sein und genau diese Botschaft überbringen wir mit unserer „Demo“.

Das internationale Thema des Klimastreiks war #NoMoreEmptyPromises (auf deutsch: Keine leeren Versprechen mehr). Die Klimakrise ist ein seit Jahrzehnten bekanntes Problem. Wir streiken nun schon seit mehr als zwei Jahren und genau wie in den Jahren vor unseren Streiks ist trotz unserer starken Präsenz kaum etwas passiert. Die Politik scheint weder an Klimapolitik noch an der Einhaltung der 1,5°C-Grenze wirklich interessiert zu sein. so kann es nicht weitergehen! Wir haben jetzt die Möglichkeiten, Veränderung zu schaffen und Klimagerechtigkeit zur Realität zu machen. 

Doch bis das endlich passiert, werden wir nicht aufhören zu streiken!

#NoMoreEmptyPromises – Wir streiken wieder!

Bald ist es wieder soweit: Am 19. März wird unser nächster globaler Klimastreik unter dem Motto #NoMoreEmptyPromises stattfinden! Auch wir, die OG Braunschweig, werden für diesen Tag eine Aktion organisieren.

Da es aufgrund der aktuellen Situation nicht zu verantworten ist, eine große Menschenmenge zu versammeln, wie es bei einer normalen Demo der Fall wäre, planen wir eine kontaktlose Aktion. Dadurch werden trotzdem alle Menschen teilnehmen können, ohne sich dem Risiko einer Corona-Infektion aussetzen zu müssen.

Ihr alle seid dazu aufgefordert, am Tag beziehungsweise in der Woche des Streiks ein Demoplakat, ein Banner, eine FFF-Fahne oder auch ein grünes Tuch aus dem Fenster zu hängen, um so eure Unterstützung und Solidarität mit der Fridays for Future-Bewegung zu zeigen und euren Protest auf die Straßen zu tragen. Falls ihr dazu eine Fahne kaufen möchtet, könnt ihr diese in den nächsten Wochen online bestellen. Informationen dazu folgen in Kürze hier auf der Webseite und auf unseren Social Media-Kanälen.

Die Aktion soll auf die vielen leeren Versprechen  aufmerksam machen, die die Politik uns in der Vergangenheit gegeben hat. Dazu gehören unter anderem das enttäuschende Klimapaket aus dem Jahr 2019 sowie das Kohlegesetz der Bundesregierung von 2020. Dabei ist das Handeln in der Klimakrise dringender denn je. Die nächste Legislaturperiode wird die Weichen für die Zukunft stellen.

In diesem Sinne: Lasst uns uns für unsere Zukunft einsetzen! Je mehr Menschen mitmachen, desto cooler wird es!
Raise your fist, raise your voice: Our future, our choice!

#WirsindalleAntifa! – Antifaschismus lässt sich nicht verbieten!

Nach mutmaßlich linksradikalen Brandanschlägen auf die Landesaufnahmebehörden in Braunschweig und Hannover möchte der niedersächsische Innenminister Boris Pritorius ein mögliches Verbot von Antifaschistischen Gruppen in Niedersachsen prüfen. 
Er reagiert damit auf eine Forderung des Bundes deutscher Kriminalbeamter, „die Antifa“ zu verbieten. Schon im Landtag gab es Kritik zu dem Vorhaben, denn die Gruppen, die sich antifaschistisch engagieren, sind selten gewalttätig, sondern einfach nur antifaschistisch.

Faschismus, Rassismus, Rechtsextremismus und jegliche menschenfeindliche Ideologien sind keine Vergangenheit, sondern immernoch schmerzlich präsent. Gerade in den letzten Jahren haben sich rechtsextremistische und rassistische Anschläge gehäuft. Der NSU, die Anschläge in Halle, auf Walter Lübcke und in Hanau sind nur einige Beispiele. Bei solchen Taten handelt es sich nie um Einzeltäter*innen. 
Deswegen brauchen wir mehr Antifaschismus und damit mehr Ankämpfen gegen rechtsextreme Ideologien! Nie wieder Faschismus!

Wir als Ortsgruppe haben die Erklärung gegen das Verbot antifaschistischer Gruppen unterzeichnet, denn für uns sind antifaschistische und antirassistische Werte ein Grundsatz. Dieser Grundsatz muss gestärkt und weiter verbreitet und darf nicht behindert werden!

Hier der Link zu der Erklärung:
https://wirsindalleantifa.wordpress.com/

Offener Brief zum Gewerbegebiet am Autobahnkreuz Wolfsburg/Königslutter

Die Landkreise Wolfenbüttel und Helmstedt und die Städte Braunschweig und Wolfsburg planen ein fast 2 km² großes Auto- und Lkw-abhängiges Gewerbegebiet am Autobahnkreuz Wolfsburg/Königslutter. Das ist komplett gegen die Verkehrswende gerichtet und keinesfalls mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens vereinbar. Deshalb muss es gestoppt werden.
Es existiert schon eine Bürger*innen-Initiative gegen das Projekt und der BUND hat angekündigt wegen der drohenden Naturzerstörung gegen die Pläne zu klagen. Mit unserem offenen Brief möchten wir – die FFF-Ortsgruppen Braunschweig, Gifhorn, Helmstedt, Peine, Wolfenbüttel und Wolfsburg – auf die Klimaschädlichkeit eines Gewerbegebiets an diesem Ort aufmerksam machen und dazu beitragen, diese und ähnliche Planungen zu beerdigen.

#FightFor1Point5 – 5 Jahre Paris, nichts passiert?

Vergangenen Freitag, am 11. Dezember, fand unter dem Motto „Fight for 1 Point 5“ ein internationaler Aktionstag von Fridays for Future statt. Auch wir haben uns mit einer kreativen Aktion daran beteiligt.

Statt vieler Menschen, wie wir sie für unsere Demos normalerweise mobilisieren, haben wir auf dem Schlossplatz mehr als 4000 Kerzen aufgestellt. Diese symbolisierten die Demonstrant*innen. Mit so vielen Menschen waren wir durchschnittlich zu den letzten globalen Klimastreiks auf der Straße.

Begleitend wurden Redebeiträge gehalten, die wir aufgezeichnet haben und auf unseren Social Media-Plattformen veröffentlichen.

Hintergrund des Aktionstages war das fünfjährige Jubiläum des Pariser Klimaabkommens.

Am 12. Dezember 2015 wurde es von 197 Staaten unterzeichnet, die sich damit auf die Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius festlegten. Sie gaben allen Menschen, vor allem aber zukünftigen Generationen, ein Versprechen: Sie würden eine lebenswerte Zukunft schaffen.

Fünf Jahre später ist allerdings viel zu wenig passiert.

Die Staaten, die das Abkommen unterzeichnet haben, legen ihr Klimaziele selbst fest. Doch häufig sind diese viel zu niedrig, um dem 1,5-Grad-Ziel auch nur nahe zu kommen!
Deutschland hat ein Klimaschutzgesetz und ein Kohlegesetz verabschiedet, mit denen eine Klimaneutralität 2050 möglich wird. Das ist zu spät! Nötig wäre die Klimaneutralität spätestens 2035.

Schon heute spüren MAPA (Most Affected People and Areas, engl. für am meisten von der Klimakrise betroffene Menschen und Gebiete) die Auswirkungen der Klimakrise täglich. Es kommt immer öfter zu Dürren, Hurricanes und Waldbränden.

Die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius ist elementarer Bestandteil des Klimaschutz. Erwärmt sich unser Planet mehr, steigt das Risiko, sogenannte Kipppunkte, die Dominosteinen ähneln, zu erreicht. Sie hätten immer weitere unaufhaltsame Katastrophen zur Folge. Wenn nicht sofort gehandelt wird, ist das 1,5-Grad-Ziel nicht mehr zu erreichen.

Wir fordern ein entsprechend konsequentes Handeln der Politik, und zwar jetzt. In den kommenden Jahren brauchen wir eine Klimapolitik, die diesen Namen auch verdient hat. Dabei ist offensichtlich, dass es mehr als Reduktionsziele bedarf. Wir fordern eine Klimapolitik, die die Einhaltung des 1,5-Grads-Ziels erreicht, die mit ihren Maßnahmen aber auch soziale Ungerechtigkeiten bekämpft.

Wir brauchen Entscheidungen für Maßnahmen, die die notwendigen drastischen Emissionsreduktionen einleiten und sie so ausgestalten, dass die Verursacher*innen der Klimakrise ihre Kosten tragen.

Dahinter steckt das Prinzip der Klimagerechtigkeit. Das bedeutet, die Klimakrise nicht nur als physikalisches Problem, sondern mit allen dazugehörigen sozialen Aspekten zu erfassen.

Klimagerechtigkeit bedeutet für ein Industrieland wie Deutschland, das historisch unglaublich viel zur Klimakrise beigetragen hat und wirtschaftlich in einer sehr guten Position ist, Verantwortung im Kampf gegen die Klimakrise zu übernehmen – politisch wie finanziell.

Um das Risiko einer Weiterverbreitung des Coronavirus zu minimieren, wurde die Kundgebung so kontaktarm wie möglich gestaltet.

#greenfriday statt Black Friday

Ihr habt es sicherlich schon mitbekommen: Diese Woche findet der Black Friday statt. Dieser Tag, der seit 2005 in den USA den umsatzstärksten Tag im Jahr darstellt und auch in Deutschland seit 2013 etabliert ist, lädt jährlich Menschen zum Konsumieren ein. Vor allem größere Ketten haben den Black Friday für sich entdeckt und schmücken ihre Schaufenster mit riesigen Prozentzeichen. Auch wenn es grundsätzlich erstmal gut klingt, dass die Wirtschaft während der harten Corona-Krise unterstützt wird, gibt es einige Bedenken.

Somit kann es gut sein, dass durch die günstigen Preise mehr Kund*innen ein bestimmtes Geschäft besuchen wollen als sonst. Da es aber in vielen Läden sinnvollerweise eine Beschränkung der Personenanzahl gibt, werden sich sehr wahrscheinlich längere Warteschlangen vor der Eingangstür bilden. Besonders in größeren Einkaufszentren kann das zum Problem werden, wenn Abstände nicht mehr eingehalten werden können.


Unabhängig davon stehen Verbraucher*innen vor einem weiteren Problem: Oftmals sind die Waren weder fair noch ökologisch hergestellt worden, was bedeutet, dass auf dem langen Weg ins Mode-Geschäft Arbeiter*innen für einen Hungerlohn Baumwolle gepflückt oder Kleidungsstücke zusammengenäht haben und die Umwelt verschmutzt wurde, wie es bei der Produktion von Fast Fashion oft der Fall ist.


Derartige Missstände in der Produktionkette können keinesfalls geduldet werden. Die Einhaltung von Menschenrechten und der Schutz des Klimas und der Umwelt dürfen nicht auf Freiwilligkeit beruhen. Stattdessen müssen sie zum festgelegten Standard werden.Eine Möglichkeit für die Umsetzung davon wäre ein Lieferkettengesetz. So müssten sich Unternehmen für Unglücke und Ähnliches verantworten, können die Verantwortlichkeit nicht abschieben und die Produktions- und Lieferketten könnten besser nachvollzogen und und kontrolliert werden.


Natürlich geht von einer Jeans mehr im Schrank nicht die Welt unter. Dennoch bitten wir euch, genau zu überlegen, ob ihr etwas wirklich unbedingt haben müsst, bevor ihr es kauft. Auch wenn vor allem die Unternehmen selbst für ihre Lieferketten und die daraus entstehenden Schäden verantwortlich sind, kannst auch du als einzelne Person einen kleinen Beitrag leisten!