Klimawoche Braunschweig – Tag 2

Dieser Blogbeitrag ist ein Work-In-Progress: Weitere Erfahrungsberichte werden noch nachgetragen! 😉

Zero Waste Workshop im JugendUmweltPark (Kreuzstraße 62)

Foto: Lea Raab

Am Samstag, den 21. September, fand im Rahmen der Klimawoche Braunschweig auch ein Zero Waste Workshop im JugendUmweltPark statt. Etwa 20 Interessierte fanden sich dazu im Permakulturgarten der Ökoscouts e.V. ein – darunter Zero-Waste-Neulinge, sowie alte Hasen.

Relativ schnell wurde klar, dass ‘Zero Waste’ – also gar keinen Müll zu verursachen – fast unmöglich ist, aber sich alle Anwesenden auf dem Weg der Müllreduzierung befinden. Nachdem schon ein relativ großes Vorwissen bestand, wurden Erfahrungen ausgetauscht, wie man relativ einfach Dinge durch plastikfreie Alternativen austauschen kann: beispielsweise Milch in Glasflaschen statt im Tetrapack, feste Seifenstücke statt Duschgels. Auch Erfahrungswerte und Rezepte, wie man einfach Pflanzenmilch oder Frischkäse selbst herstellen kann wurden geteilt.

Foto: Lea Raab

Anschließend stellten die Workshopteilnehmer*innen Ringelblumensalbe mit Blumen aus dem eigenen Garten her. Auch die Herstellung von Waschmittel, Deocreme und Spülmittel erprobten sie selbst. Für alle, die den JUP noch nicht kannten, gab es eine kleine Führung, durch den Garten, der seit 1993 besteht.

Praktische Naturschutzarbeit für den Klimaschutz und die Auswirkungen auf die regionale Artenvielfalt

Foto: FUN Hondelage

Das Angebot des Förderkreis Umwelt- und Naturschutz einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, wurde leider von keinem Fridays for Future Demonstranten angenommen. Wir hatten uns gut vorbereitet, viele einzusetzen zu können. Gottseidank konnten wir uns auf 10 junge und alte Mitglieder von unserem Verein verlassen, die sich jeden Samstag zur praktischen Natur- und Klimaschutzarbeit in Hondelage treffen .

Über eine zukünftige Unterstützung würden wir uns dennoch freuen. Einfach mal samstags um 09:00 Uhr zum Treff an der „Wilhelmshöhe 14“ vorbeischauen.

Parking Day

Foto: Nils Kramer

Es mag einigen beim Gehen oder Fahren durch die Stadt aufgefallen sein: Am Theater auf der Straße, wenn man aus der Innenstadt hinausfährt, war ein Halteverbot eingerichtet. Anstatt Autos standen auf den Parkplätzen viele Menschen, die diskutierten, philosophierten, bastelten, malten, sich informierten, sich einen Baum in der Stadt wünschen durften oder auch ihren CO2-Fußabdruck an einem Rechner bestimmten. Ganz schön viele Dinge, die nur auf der Fläche von ein paar Parkplätzen stattfanden. Die Aktion wurde von Students for Future und Fridays for Future organisiert, aber es waren auch der BUND, die BI Baumschutz und die Scientists for Future dabei. Es wurden viele angeregte Gespräche geführt – auch mit Menschen, die anderer Meinung waren als die jungen Organisatoren. Viele Argumente konnten sofort widerlegt oder bestätigt werden. Dies zeigt meiner Meinung nach, dass die jungen Demonstranten wirklich hinter ihrer Sache stehen.

Klima und die planetaren Grenzen

Ich bin Dr. med. Helmut Käss, Hausarzt i.R. und sprach am Samstag, den 21.09., 15.00-17:00 Uhr, im Rahmen der Klimawoche zum Thema „Klima und die planetaren Grenzen“ im Raum Ost der Brunsviga, Karlstr. 35. Frieden und Klima gehen Hand in Hand, damit beschäftigte sich dieser Workshop des Friedensbündnis und der IPPNWbs.

Notwendig ist eine Entscheidung für die Menschheit zwischen „Leben“ und „Untergang“ wegen dem Klima, wegen der planetaren Grenzen und wegen der Atomkriegsgefahr. Manifest von Russell und Einstein: „Vor uns liegt, wenn wir richtig wählen, eine beständige Ausweitung von Glück, Wissen und Weisheit. Sollen wir stattdessen den Tod wählen, bloß weil wir unsere Streitereien nicht vergessen können?“

Für Lösungsangebote für die gegenwärtigen planetaren Krisen fand ich den Vortrag von Ernst Ulrich von Weizsäcker im Juni bei seinem 80. Geburtstag hervorragend, dessen Aussagen und dessen Bilder ich großteils verwendet habe.

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