Einfach alles zusammen kneten (geht am besten mit den Händen)
Belag:
vegan:
vegane Alternative zu Frischkäse eurer Wahl, oder zB Tomatensauce Gemüse (was ihr wollt und da habt) – zB Pilze, Tomaten, Mais wenn ihr mögt, vegane Käse-Alternative
vegetarisch:
Frischkäse o.ä. Gemüse Käse
Teig dünn ausrollen und belegen! Im Backofen bei ungefähr 180°C backen, bis der Teig leicht braun wird.
Tipp: Getrocknete Tomaten schmecken sehr gut auf Flammkuchen und Pizza! Einfach klein schneiden 😀
Pfannkuchen
300 g Mehl
250 ml Wasser
eine Prise Salz
3 El Zucker
1 Pck. Vanillezucker
Öl zum anbraten
Alles bis auf das Öl zu einem glatten Teig verrühren und dann in der Pfanne anbraten 😀
Gefüllte Paprika (geht aber auch mit Zucchini oder Tomaten)
Rezept für 4 Personen
4 große Paprika (oder zwei große Zucchini bzw mehrere große Tomaten)
250g Reis
2 Zwiebeln
2 Tomaten
2 Karotten
Öl
passierte Tomaten
wenn nicht vegan, dann ggf. Feta
Gewürze
Den Reis kochen, das Gemüse (außer der Paprika/Zucchini/großen Tomaten, nur eine Zwiebel) würfeln und anbraten, mit dem Reis mischen, abschmecken Paprika/Tomaten oben abschneiden (Zucchini der Länge nach halbieren) und aushöhlen, mit dem Reis füllen und in eine gefettete Auflaufform geben. Die zweite gewürfelte Zwiebel in Öl anbraten und eine (etwas dickere) Soße mit den passierten Tomaten machen, diese um die Paprika/Zucchini/Tomaten gießen und alles ca. 20 Minuten bei 100°C im Ofen backen.
„Schokopudding“ (1 Portion)
2 Bananen
ca 2 Tl Kakaopulver
Falls vorhanden: 1/2 – 1 Avocado
Bananen klein matschen oder pürieren (wenn Avocado vorhanden, einfach mit pürieren) und mit dem Kakaopulver mischen.
Mikrowellen-Kuchen (1 Portion)
8 EL Mehl
4 EL Zucker
1 TL Backpulver
4 EL Flüssigkeit (nicht Wasser, zB Kirschsaft, Ananassaft, Kaffe und Vegimilch,
Mandelmilch,…)
1 EL Öl (geschmacksneutral, kein Olivenöl)
Wenn du magst, Beeren, Obst, Schokoladenstücke, oder Ähnliches
Alles vermischen, Löffel abschlecken zum Abschmecken (das hat aber keine*r gesehen!), 90 – 120 Sekunden in der Mikrowelle „backen“ – und fertig!
Dieses Allrounder-Peeling aus Zucker und Olivenöl kannst du ganz einfach ohne viel Aufwand zu Hause sorgt für eine geschmeidige und mit Feuchtigkeit versorgte Haut. Du kannst es einfach nachmachen und sowohl für deinen ganzen Körper als auch bei rauen Händen benutzen
Du brauchst:
Zucker
4 EL Olivenöl (alternativ anderes Öl)
Zitronensaft
ein Einmachglas oder Behälter zum Aufbewahren
Wie gehts?
Einfach alle “Zutaten” zusammenmischen. Schon fertig 🙂
Tipp: Welcher Zucker ist der richtige…?
Rohrzucker: hat eine grobe Körnung, deshalb auch einen hohen Peel-Effekt. Für empfindliche Haut, besonders im Gesicht eignet er sich aber nicht!
Brauner Zucker: eignet sich unter anderem Aufgrund seines hohen Feuchtigkeitsgehalt für empfindlich Stellen und das Gesicht.
Weißer Zucker: größere Peel-Wirkung als brauner Zucker, pflegt aber nicht so sehr. (Quelle zum Tipp: https://www.nachhaltigleben.ch/diy/zuckerpeeling-selber-machen-4348)
Masken
Ganz klassisch und perfekt für einen spontanen Wellness Abend sind Gesichtsmasken! (Und nein, wir meinen keine Mundschutze ;D) Dafür haben wir euch 3 kleine und schnelle Rezepte vorbereitet.
Gegen Poren
2 EL Quark
1 TL Zitronensaft
evtl. 2 Gurkenscheiben für die Augen
Einwirkzeit: 15 Min
Gegen müdes Aussehen
5 EL Kaffeesatz
1 TL Honig
1 TL Olivenöl
Einwirkzeit: 30 Min; aufpassen, dass nichts in die Augen läuft
Gegen Pickel
2 EL Heilerde
Warmes Wasser (bis ein dicker Brei entsteht)
Einwirkzeit: Bis die Maske vollständig getrocknet ist
Badebomben
Egal ob als Geschenk verpackt, bunt und verrückt mit Liebe gemacht oder einfach nur klassisch zum Entspannen nach einem anstrengenden Tag. Unsere Anleitung für selbstgemachte Badebomben lässt viel Platz für Kreativität und Spaß beim Basteln und garantiert dir einen blubbernden Entspannungsabend. 🙂
Du brauchst:
250 g Natron (Kaiser-Natron)
125 g Zitronensäure (Pulver
100 g Speisestärke
60 g Kokosöl (alternativ ca. 30 ml eines flüssigen Öls, z.B. Olivenöl)
Lebensmittelfarbe
evtl. unkomplizierte Ausstechformen oder runde Badekugelformen
evtl. Ätherische Öle
evtl. Lavendel oder andere getrocknete Kräuter/Blüten
Wie gehts?
Natron, Speisestärke, Kokosöl und einige Tropfen des Ätherischen Öls gut durchmischen, dann die Zitronensäure dazugeben und alles erneut gut durchkneten bis die Mischung sich wie trockener Sand anfühlt. (Bei Bedarf jeweils noch Stärke oder Öl hinzugeben)
Die Masse je nachdem ob oder wie viele Farben du möchtest portionieren und einfärben. -> bei Flüssigen Farben nicht zu viel verwenden und schnell unterrühren, weil sonst die Reaktion mit dem Natron schon vorzeitig entstehen kann.
Jetzt je nach Wunsch noch einige Lavendelblätter hinzugeben und gut durchmischen
Die verschiedene Massen entweder in Badekugel- oder Ausstechformen drücken oder mit den Händen formen. Durch vorsichtiges Verwenden von den verschiedenen Farben können hierbei schöne und kreative Muster entstehen, die jede Kugel einzigartig machen!
Kleine Döschen oder andere Behälter zum Aufbewahren
evlt. Stücken von einem Lippenstift
evtl. 2-3 Tropfen Ätherisches Öl
Wie gehts?
Wasser in einem Topf erhitzen
Alle Zutaten in einem Wasserbad (einem Glas oder Dose) unter ständigem Rühren schmelzen
Wenn eine Flüssige Masse entstanden ist, kannst du diese in deine Behälter füllen
Dies zum Aushärten in den Kühlschrank stellen.
Tipp
Mit Hilfe von Lippenstift-Stückchen lässt sich der Balm in einer leichten Farbe färben und ätherische Öle können einen schönen und individuellen Duft hinein zaubern
Deocreme
Du brauchst:
4 EL Kokosöl
4 EL Natron (Kaiser-Natron)
4 EL Speisestärke
Ätherische Öle
Wie gehts?
Kokosöl schmelzen
Natron und Speisestärke mischen
Kokosöl unterrühren bis eine homogene Masse entsteht
Einige Tropfen eines Ätherischen Öls hinzugeben
In eine Dose umfüllen
Tipp
Wenn du ganz festes Deo möchtest, kannst du es in z.B Eiswürfelformen füllen und in dem Kühlschrank lagern. Das hat auch den Vorteil einer zusätzlichen Erfrischung beim benutzen.
Nachhaltige Kosmetikprodukte kaufen
Natürlich fordern diese Anleitungen etwas Zeit. Deshalb haben wir hier noch ein paar kleine nachhaltige Alternativen, die es ganz einfach in der Drogerie zu kaufen gibt und die keinen (oder nur geringen) Zeitaufwand benötigen 🙂
Zum Duschen:
Haarseife
Funktioniert genauso wie Shampoo nur in fest. In den Händen aufschäumen, in den Haaren verreiben und ausspülen. Die Verpackung besteht aus sehr viel weniger Plastik als Shampooflaschen und außerdem hält die Seife sich deutlich länger, ist also auf lange Sicht auch kostengünstiger. Manchmal braucht man nach der Verwendung eine “Saure Rinse” (2 EL Apfelessig auf 1 L Wasser mischen) um die Haare zu durchspülen. Den Essig riecht man danach gar nicht mehr und dafür fühlen sich die Haare viel voluminöser an.
Festes Shampoo
Funktioniert eigentlich genauso, wie die Haarseife, hat allerdings den Vorteil, dass man keine Saure Rinse braucht.
Feste Duschseife
Genau wie Duschgel, nur eben in fest.
Zum Zähneputzen
Bambus-/Holzzahnbürste
Viele Leute denken, dass diese doch schon bekannte Alternative zu Zahnbürsten nicht so gut sei wie „Standard-Zahnbürsten“. Doch ganz im Gegenteil: Sie erfüllen ihren Zweck mindestens genauso gut und verbrauchen viel weniger Plastik!
Zahnpasta-Tabletten
Auch bei dieser Alternative sind sich viele Leute unsicher. Wirksam sind die Tabletten auf jeden Fall, sie schäumen in den meisten Fällen nur nicht so sehr. Da muss jede*r selbst entscheiden, inwiefern das gefällt.
Naturkosmetik
Naturkosmetik gibt es zahlreich in der Drogerie. Sie sind die vegane und tierversuchsfreie Alternative für alle Kosmetikliebhaber*innen.
weitere Pappreste (zum Beispiel von einer leeren Taschentücherbox)
ein kleines Plakat, ca. 25 × 30cm groß und 1 – 2 mm stark
einen Tuschkasten mit Wasserfarben und Deckweiß
ein paar Pinsel und/oder einen Schwamm
Kleber
1. Schneide einen etwa 4cm breiten Streifen längst aus der Toilettenpapierrolle und knicke für die Klebekanten jeweils schmale Bereiche ab. Außerdem bringst du am unteren Ende des größeren Stücks (=dem „Kühlturm“) einen kleinen Winkel aus Pappe an. Nachdem du an deinem Plakat die unteren 5cm nach vorne geknickt hast, kannst du den Kühlturm bereits ankleben, indem du die Klebekanten und auch den Pappwinkel mit Kleber bestreichst. Tipp: Damit sich nicht alles sofort wieder löst, kannst du dein Plakat, während der Kleber trocknet, beispielsweise zwischen zwei schweren Büchern einklemmen.
2. Falte nun die quaderförmigen Gebäude, wobei das große Gebäude 6 cm hoch, 4 cm breit und 2 cm tief und das kleine Gebäude 4cm hoch, 2cm breit und 1cm tief sein sollte. Zusätzlich solltest du an Klebekanten für die Rück- und Unterseite denken, damit du alles am Plakat befestigen kannst. Hast du dies getan, kürzt du den schmalen Schornstein aus Schritt 1 auf circa 5cm und klebst ihn oberhalb des großen Gebäudes auf das Plakat auf.
3. Stelle das Kohlekraftwerk nun fertig, indem du mit einem Pinsel schwarze Tusche (= „Kohle“) rund um das Kraftwerk aufträgst. Dazu solltest du nicht allzu viel Wasser verwenden. Anschließend tupfst du ebenfalls mit schwarzer Tusche, allerdings vermischt mit etwas Deckweiß und mithilfe eines Schwamms, die aus dem Kühlturm und dem Schornstein austretenden Abgase auf. Zusätzlich kannst du noch einen kurzen Demospruch hinzufügen, wenn du magst!
1.Welches Tier ist das erste Tier, das nachweislich auf Grund des Klimawandels ausgestorben ist?
a) die Bramble Cay-Mosaikschwanzratte b) der Kiwi
→ richtig ist a)
Die Bramble Cay-Mosaikschwanzratte gilt seit 2016 offiziell als ausgestorben. Sie lebte auf der kleinen Insel Bramble Cay in der Torres-Straße, im Norden des Great Barrier-Reefs.
Wann fand die erste Weltklimakonferenz statt?
a) 1996 b) 1979
→ richtig ist b)
Am 12. Februar 1979 fand in Genf die erste Weltklimakonferenz statt – zu diesem Zeitpunkt war die Vorstellung eines menschengemachten Klimawandels nicht weit verbreitet.
Welches Land hat schon seit 1991 eine CO2-Steuer? a) Schweden b) Island
→ richtig ist a)
Seit 1991 gibt es in Schweden schon eine Co2-Steuer. Seit dem ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 53% gewachsen, die CO2-Emissionen sind aber um 23% gesunken.
Wie hoch ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß pro Jahr und Person in Deutschland (in etwa)?
a) 5,3 Tonnen b) 8,9 Tonnen
→ richtig ist b)
In Deutschland beträgt der durchschnittliche CO2-Ausstoß pro Jahr pro Person fast 8,9 Tonnen. In Indien sind es zum Beispiel nur knapp 1,6 Tonnen. Damit verursachen Menschen in Deutschland mehr als 5 Mal so viel CO2 wie Menschen in Indien.
Hat sich unser Klima schon messbar erwärmt?
a) ja b) nein
→ richtig ist a)
Seit dem Jahr 2000 gab es 16 der 17 wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Die fünf wärmsten Jahre überhaupt traten seit 2010 auf. Kein Jahr seit 1977 war insgesamt kälter als der Durchschnitt des gesamten 20. Jahrhunderts.
Die Corona-Krise trifft diejenigen am härtesten, deren Existenzen auch ohne das Virus bedroht sind: Schutzsuchende, Menschen auf der Flucht, Wohnungslose, aber auch Kulturinstitutionen und Freiberufler*innen sind in Gefahr. Im Folgenden haben wir Petitionen und Spendenaufrufe aufgelistet, die Solidarität ermöglichen sollen, ohne das Haus zu verlassen. Die Liste wird laufend ergänzt. Ihr könnt euch gern mit euren Vorschlägen an uns wenden (via Mail, Direktnachricht bei Instagram oder hier in den Kommentaren).
Klaue Bar: E-Mail mit dem Betreff „Klaue Gutschein“ an klauebar@gmx.net. Darin sollten der vollständige Name und die gewünschte Gutscheinsumme (10€ / 25€ / 50€) enthalten sein.
Am 31.01.2020 haben wir wieder gestreikt. Denn unsere Ortsgruppe gibt es nun schon seit einem Jahr, und wir haben der Stadt Braunschweig ein Zeugnis ausgestellt.
Anlässlich unseres Geburtstags haben die Parents for Future eine Rede gehalten und uns ein „kleines Geschenk“ überreicht. Ein riesiges Dankeschön dafür noch einmal!
Und warum haben wir ein Zeugnis an die Stadt erstellt und übergeben? Die Idee dazu ist uns gekommen, weil die Schülis am 31.01. Zeugnisse bekommen haben. In diesen Zeugnissen wird die schulische Leistung bewertet, es werden Anforderungen gestellt – Wir haben die Stadt darin bewertet, ob und wie sie sich Ziele zum Klimaschutz gesetzt und unsere Forderungen umgesetzt hat.
Was die Zielsetzung anging, schnitt die Stadt gut ab. 2020 soll ein Klimaschutzkonzept erarbeitet werden, dass unter anderem die Reduktion der Treibhausgasemissionen um 70% bis 2030 beinhalten soll. In den „Fächern“ Verwaltung und Energie reichte es allerdings nur noch für eine 5 (mangelhaft). Wir konnten positiv anmerken, dass die Stadt den Klimawandel anerkennt und in einigen Entscheidungen bedenkt. Allerdings werden viele Entscheidungen immer noch ohne Einbeziehung der Klimaauswirkungen getroffen. Das vorliegende Klimaschutzkonzept von 2010 ist vollkommen ungenügend, und wir bemängeln, dass Politiker*innen sich nicht an der Erarbeitung eines neuen Konzepts beteiligen. Den Ratsbeschluss aus dem vergangenen Dezember zu Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern bewerten wir positiv, auch wenn aktuell noch keine solche Anlage in Betrieb genommen wurden. Unsere Erwartung für Kredite um klimaschonende Energiequellen für Privatpersonen zu finanzieren, wurde nicht erfüllt. In Verkehr und Ökologie gab es dann jeweils eine 6 (ungenügend). Der Fokus auf Automobilverkehr und der Ausbau des Flughafens stehen in völligem Kontrast zu unserer Forderung nach einer autofreien Innenstadt und dem Ausbau des Radverkehrsnetzes und des ÖPNV. Der kostenlose Verleih von Lastenrädern und der Mängelmelder für Radwege werden nicht ausreichend kommuniziert. Wir kritisieren außerdem, das auf der Jasperallee im vergangenen jahr alle alten Bäume gefällt wurden. Ersatzpflanzungen wurden vernachlässigt. Ein Konzept um neue Grünflächen zu schaffen und Flächen zu entsiegeln fehlt.
Wie in einem „richtigen“ Zeugnis haben wir auch das Arbeits- und Sozialverhalten beurteilt. Das Arbeitsverhalten der Stadt entspricht unseren Forderungen mit Einschränkungen. Die Planung und Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes 2020 wirken gründlich und sorgfältig, benötigen aber mehr Zeit als vorgesehen. Alle bisherigen Anstrengungen in Klimafragen benötigten gelegentliche Erinnerungen und der Stellenwert des Klimaschutzes ist bisher sehr wechselhaft. Das Sozialverhalten hingegen entspricht unseren Forderungen in vollem Umfang. Wir bewerten die Bereitschaft der Stadt mit anderen Interessensvertreter*innen über den Klimaschutz zu sprechen als positiv, genau wie das Ergreifen der Initiative und Gesprächesuchen. Auch werden besprochene Kompromisse und Lösungswege meist umgesetzt.
Klimaschutz ist ein komplexes Thema, das sich auf diverse Gebiete erstreckt. Dieses Zeugnis
umfasst nur einige wichtige Punkte; Fragen, die hier nicht auftauchen, können daher trotzdem
relevant für den Klimaschutz sein. Natürlich ist uns auch bewusst, dass Prozesse in der Stadt
Zeit brauchen. Hier wurde aus unserer Perspektive versucht, den Ist-Zustand zu erfassen. Wir
sind gerne bereit, im nächsten Halbjahr ein besseres Zeugnis auszustellen! Wir sehen Potential.
Wir, Fridays for Future Braunschweig, begrüßen den Ratsbeschluss vom 17.12.2019. Die Erstellung eines weitreichenden Maßnahmenpakets zum Klimaschutz ist ein erster, guter Schritt, um dem Klimawandel auch auf kommunaler Ebene entgegenzuwirken. Allerdings darf dieses Konzept nicht als Vorwand dienen, um nicht vorher schon Maßnahmen zu ergreifen. So hoffen wir auf weitere Kooperation und die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Jahr 2020.
Hintergrund
Am 17.12.2019 hat der Stadtrat Braunschweig die Verwaltung beauftragt, in Kooperation mit u.a. Fachleuten und Fridays for Future Braunschweig ein Klimaschutzkonzept zu erarbeiten. Dieses soll Anfang 2021 im Rat zur Umsetzung beschlossen werden.
Wir, Fridays for Future Braunschweig, positionieren uns zur Veranstaltung der Partei AfD zum Thema Klimaschutz, die am Donnerstag, den 12.12.2019, in der Stadthalle stattfand, um mögliche Missverständnisse aufzuklären. Weder Fridays for Future Braunschweig, noch Students for Future Braunschweig oder Scientists for Future Braunschweig waren Veranstalter*innen dieser Veranstaltung. Weder Prof. Dr. Jürgen Kuck noch andere Personen haben als Vertreter*innen der Fridays For Future-Bewegung, sondern ausschließlich als Privatpersonen teilgenommen. Als unabhängige Klimagerechtigkeitsbewegung richten wir grundsätzlich keine Veranstaltungen gemeinsam mit einzelnen Parteien aus.
Wir distanzieren uns von Rechtspopulismus, Sexismus, Antidemokratie, Antifeminismus, Homo-feindlichkeit, Antisemitismus, Faschismus, Nationalismus und Rassismus. Solange eine Partei oder Parteimitglieder diese menschenverachtenden Positionen vertreten, ist ihre Ideologie mit der Klimagerechtigkeitsbewegung nicht vereinbar. Die AfD vertritt diese Positionen, sodass wir keine ihrer Aktionen unterstützen. Außerdem schließen wir eine Zusammenarbeit mit der AfD aus, da diese nicht mit unseren Grundprinzipien der evidenzbasierten Wissenschaftlichkeit, Toleranz und (Basis-)Demokratie in Einklang zu bringen ist.
Auch
die Reaktion der Braunschweiger Zeitung finden wir zutiefst
problematisch, da erneut der AfD eine Bühne für Ihre kruden Thesen
geliefert wird und die Klimawandelleugnung als legitime Meinung
dargestellt wird. Der menschengemachte
Klimawandel ist eindeutig wissenschaftlich belegt!
Vielmehr entsteht bei uns der Eindruck, dass die AfD mit der Veranstaltung falsche Informationen verbreiten und die Popularität der Klimabewegungen für eigene Zwecke ausnutzen will.
Wir bedanken uns bei Personen, die aktiv gegen die Verbreitung von falschen Informationen und Klimawandelleugnung vorgehen.
An über 50 Hochschulen in Deutschland fanden in der letzten Novemberwoche, gleich vor dem globalen Klimastreik, Vorträge, Workshops und Diskussionen zu den Themen Klima- und Umweltschutz statt. In Braunschweig war sowohl die Hochschule der Bildenden Künste als auch die Technische Universität mit einem vielfältigen Programm dabei.
Wie kam es dazu?
Mit
dem folgenden (hier leicht gekürzten) Aufruf hatte die Bundesebene von
Students for Future zur Public Climate School aufgerufen, bei der die
Hochschulen Deutschlands eine Woche lang bestreikt werden sollten:
„[..]
Die Dramatik der Situation macht entschlossenes, außerplanmäßiges
Handeln zur Pflicht. Wir, die Studierenden von Students for Future,
rufen daher für die Woche vom 25. bis zum 29. November 2019 zur
Bestreikung des regulären Lehrbetriebs der Hochschulen auf. Stattdessen
sollen Diskussionen, Seminare, Vorlesungen, Aktionen usw. zur Klimafrage
stattfinden. […] Mit der „Public Climate School“ wollen wir einen Ort
schaffen, an dem alle mitdiskutieren können, die von der Klimakrise
betroffen sind: Also alle.
Der
Hochschulstreik ist nicht nur ein wirksames Druckmittel, das die
Politik zum Handeln verpflichten soll, sondern auch ein Labor für
nachhaltige Zukunftsentwürfe. So können die Hochschulen dem ihnen von
der Hochschulrektorenkonferenz zugeschriebenen Auftrag gerecht werden,
„als Zentren demokratischer Kultur […] zur produktiven Diskussion um die
Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen“
beizutragen.“
Henning Zindler von der Ostfalia bei seinem Vortrag zu den Schwierigkeiten der Energiewende
Wie sah das Programm in Braunschweig aus?
An
der HBK wurden einige der regulären Veranstaltungen bestreikt – als
Alternative wurden über die ganze Woche verteilt 16 Vorlesungen,
Diskussionsformate und Filmvorführungen zum Klimaschutz und verwandten
Themen angeboten. Es ging dabei zum Beispiel um Permakulturen,
Stadtwachstum und darum, wie wir alle Nachhaltigkeit in unserem Alltag
integrieren können. In Workshops wurde außerdem überlegt, wie wir uns
eine Welt von morgen eigentlich vorstellen oder wie wir die Klimakrise
visuell darstellen können. Im Vorfeld hatten wir die Lehrenden und
Studierenden zum Hochschulstreik aufgerufen und die Dozenten und
Dozent*innen um Veranstaltungen für die Public Climate School gebeten.
An der TU forderten wir keine Einstellung des Lehrbetriebs – stattdessen setzten wir auf ein Zusatzprogramm. Im Vorfeld waren die Lehrenden der Universität mit der Bitte angeschrieben worden, einen Vortrag, eine Diskussionsrunde oder ähnliches in der Woche beizutragen. Über 20 verschiedene Veranstaltungen wurden von Montag bis Donnerstag von den Dozenten und Dozentinnen der TU und auch einigen externen Experten und Expertinnen organisiert – für diesen großartigen Einsatz möchten wir uns herzlichst bedanken. Neben fachspezifischen Themen wie der nachhaltigen Beschaffung in der Chemie, der Nachhaltigkeit im Bauwesen oder der nachhaltigen Digitalisierung gab es auch allgemeinere Beiträge zu den Ursachen und Folgen der Klimakrise. Viele weitere Lehrende erklärten sich bereit, sich in ihren regelmäßigen Veranstaltungen einige Minuten Zeit zu nehmen, um ein paar Worte zum Thema Klimaschutz zu sagen.
Die
Klimaschutzveranstaltungen beider Hochschulen waren für die
Studierenden, aber auch für Schülerinnen und Schüler sowie alle weiteren
Gesellschaftsgruppen geöffnet.
Ein Stapel Mensaflyer zu umweltschonender Ernährung
Neben den Vorlesungen hatten die Students for Future auch ein buntes Abendprogramm zusammengestellt. Am Montag wurde nach dem Plenum der HBK-Gruppe im Unikino der TU der Film „More than Honey“ gezeigt, am Dienstag gab es eine Quiznight mit Kleidertausch in den Räumlichkeiten der HBK. Der Mittwochabend war mit der Vorlesung im Rahmen der Reihe „TU for Future“ gefüllt und am Donnerstag fand das Plenum der TU-Gruppe statt – alternativ konnte man an der HBK den Dokumentarfilm Transsilvania Mea sehen. Vorher wurde an beiden Hochschulen ein Livestream von einem Vortrag von Harald Lesch übertragen (nachträglich zu sehen hier: https://www.youtube.com/watch?v=dfEdT9vlebQ)
Auch die Braunschweiger Mensen beteiligten sich an der Public Climate School: In der Mensa 1 wurde jeden Tag ein zusätzliches vegetarisches oder veganes Gericht angeboten. Dazu teilten wir in der Mensa 1 Flyer zum Thema umweltschonende Ernährung aus und führten eine Umfrage zum Mensaessen durch. Zusätzlich wurden Informationen über den CO2-Ausstoß der einzelnen Gerichte öffentlich in allen Braunschweiger Mensen ausgehängt.
Am Freitag gipfelte die Woche im 4. globalen Klimastreik, an dem etwa 4.000 Braunschweiger und Braunschweigerinnen teilnahmen.
Vierter Globaler Klimastreik; Foto: Julia Kabel
Wie wurde das Programm angenommen?
Da die Planungszeit durch den recht kurzfristigen Aufruf ziemlich knapp ausfiel, konnte weder an der beiden Hochschulen noch in der Innenstadt so umfangreich Werbung gemacht werden, wie wir es uns gewünscht hätten. Dadurch erreichte die Information nur eine begrenzte Anzahl an Menschen, sodass einige Vorlesungen leider eher spärlich besucht waren. Bei den Vortragenden dieser Veranstaltungen möchten wir uns entschuldigen und uns trotzdem für das Engagement und die tollen Vorträge bedanken.
Alles in allem kam die Public Climate Week aber gut an! Kritik, die uns erreichte, bezog sich hauptsächlich auf die kurzfristige Organisation und die wenige Werbung. Die Vorträge wurden von den Zuhörenden als sehr informativ, interessant und ansprechend bewertet. Viel positive Rückmeldung erhielten wir auch zu den Abendveranstaltungen und die CO2-Angaben in der Mensa trafen sogar auf so viel Begeisterung, dass nun überlegt wird, die Kennzeichnung langfristig einzuführen.
Wird es noch mal eine Public Climate School geben?
Darüber
wird im Moment noch auf Bundesebene diskutiert. Wenn wir beim nächsten
Mal etwas mehr Vorbereitungszeit haben, um ausreichend Werbung zu
machen, und die Lehrenden der Hochschulen wieder mit so viel Engagement
dabei sind, sollte dem von unserer Seite jedoch nichts im Wege stehen!
Am 29.11 war wieder, einige Wochen vor der UN-Klimakonferenz, der globale Klimastreik. Damit war es der vierter globale Klimastreik, um auf die bevorstehende Klimakatastrophe aufmerksam zu machen und die Politik aufzufordern etwas dagegen zu unternehmen. Allein in Deutschland sind in 500 Städten Menschen auf die Straße gegangen. Weltweit sind Menschen aus 157 Ländern dem Aufruf gefolgt. Die Präsenz der Menschen zeigt, dass wir eine schnelle und effektive Lösung zur Bewältigung des Klimawandels brauchen!
Klimastreik in Braunschweig
Auch Braunschweig ist dem Aufruf zum 4. globalen Klimastreik gefolgt. Trotz anfänglich schlechten Wetters nahmen circa 4.000 Braunschweiger*innen am globalen Klimastreik teil. Die Braunschweiger*innen haben damit ein Zeichen für mehr Klimaschutz gesetzt. Neben Gewerkschaften und gesellschaftlichen Organisationen waren vor allem viele Privatpersonen allen Alters anwesend. Man war sich einig, dass diese Welt für die nachfolgenden Generationen immer noch bewohnbar bleiben muss.
Die Demonstration begann mit verschiedene Reden, sowie einen Musikbeitrag. Zusammen mit Chormitgliedern des TU-Chors und der Jugendkantorei Braunschweig sangen wir das Klimalied „Do it Now!“, ganz nach dem Motto „Sing 4 Climate“.
Sing 4 Climate. Foto: Julia Kabel
Danach begann unser Demonstrationszug. Mit Sprüchen und Plakaten haben wir auf uns aufmerksam gemacht. Somit konnten wir viele Menschen erreichen und für einen Moment die gesamte Aufmerksamkeit auf den Klimaschutz lenken. Während dem Demonstrationszug gab es keinerlei Vorfälle, es war ein friedlicher Protest für mehr Klimagerechtigkeit.
In Anbetracht des AfD-Parteitags in Braunschweig, riefen wir in der letzten Rede zur Teilnahme an den Protesten des Bündnis gegen Rechts gegen die klimaleugnende Partei auf. Zum Demonstrationsende spielten Fabian Römer und seiner Band ein Konzert.
Fabian Römer und Band belohnten uns mit ihrer Musik. Foto: Julia Kabel
Der vierte globale Klimastreik in Braunschweig war für unsere Ortsgruppe ein voller Erfolg. Trotz des Wetters konnten wir viele Menschen bewegen. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer*innen. Wir hatten eine erfolgreiche Demonstration und fordern die Bundesregierung und der UN weiterhin auf, ihrer Verantwort nachzukommen! Wir werden so lange weiter kämpfen bis die Ziele des Pariser Abkommens und das 1,5°C Ziel eingehalten werden!
Klimagerechtigkeit, jetzt!
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