Die zuvor durch die Studierendenschaft der HBK auf einer Vollversammlung beschlossenen Klimaschutzziele wurden am 16. Dezember an die Hochschulleitung der HBK Braunschweig übergeben.
Der hauptberufliche Vizepräsident Rainer Heuer übernahm diesen Montag stellvertretend für das Präsidium die Forderungen der Studierendenschaft.
Sechs Studierende der Students for Future Braunschweig sprachen mit Herrn Heuer in einem einstündigen Treffen über mögliche Wege, die geforderten Klimaschutzziele zu realisieren. Die Gesprächsatmosphäre wurde von den Teilnehmenden als positiv und konstruktiv wahrgenommen.
Mitte Februar soll es ein erstes hochschulöffentliches Projekttreffen geben, an dem Lehrende, Studierende und Mitarbeiter*innen der HBK teilnehmen können. Ziel des Treffens wird sein, innerhalb der HBK eine geeignete Organisationsstruktur zu finden, die eine kontinuierliche Arbeit hin zu einer klimaneutralen Hochschule ermöglicht.
Am Mittwoch den 06. November 2019 fand im Anschluss an die Premiere des
Dokumentarfilms “2040: Wir retten die Welt!” im Astor Filmtheater eine
Podiumsdiskussion statt. An dieser war auch Steffen Schmädecker (Student
des Umweltingeneurwesens, 23) von Fridays for Future Braunschweig
beteiligt.
Auf seiner Suche findet Gameau bereits heute verfügbare Lösungen und Ansätze für ein gutes Leben auch im Jahr 2040: Neben Landwirtschaft, Verkehr und Energie war auch die Stärkung der Rechte der Frau und Bildung für alle Themen, die im Film behandelt wurden. Der Dokumentarfilm macht Hoffnung, aber er richtet auch einen Appell an den*die Zuschauer*in: Wir müssen endlich anfangen, Verantwortung zu übernehmen, neue Wege einzuschlagen und jetzt gemeinsam für eine bessere Welt zu arbeiten.
An der Podiumsdiskussion nahm neben Steffen auch der Umweltgutachter Dr. Ralf Utermöhlen, die Klimaschutzmangerin der Stadt Braunschweig Frau Borg- Jürging, Klimaschutzmanagerin der Stadt Braunschweig, Heiko Hilmer von der regionalen Energie- und Klimaschutzagentur e.V. und Julien Mounier Vorstandsmitglied von BS-Energy teil. Die Fragen stellte Ann-Claire Richter von der Brausnchweiger Zeitung.
Alle
Beteiligten waren sich einig, dass der Klimawandel menschgemacht
ist und wir nun agieren müssen, damit katastrophale
Auswirkungen verhindert werden können. Zuerst drehten sich die
Fragestellungen rund um den Inhalt des Films. Daran anschließend
wurde die Diskussion auch für Fragen aus dem Publikum geöffnet.
Wenn auf nationaler Ebene nicht genügend für den Klimaschutz und
damit Klimagerechtigkeit getan wird, dann müssen Städte, Kommunen
und Institutionen selbst anfangen, Klimaschutz ambitionierter
anzugehen, als dies die Bundesregierung tut. BS|ENERGY will zum
Beispiel bis Dezember 2022 endgültig aus der Kohleenergie aussteigen
– 16 Jahre bevor das die Bundesregierung fordert.
Aus
dem Publikum wurde die Forderung nach Umrüstung der städtischen
Fahrzeuge auf E-Mobilität, an die Klimaschutzmanagerin der Stadt
Braunschweig herangetragen – was tatsächlich auch ein Punkt aus
unserem Forderungspapier an die Stadt war.
Seit dem globalen Streik am 20. September und der Zusammenarbeit mit Gewerkschaften möchte Fridays for Future nicht mehr nur noch ein Streik junger Menschen sein, sondern alle gesellschaftlichen Gruppen, die für mehr Klimaschutz einstehen wollen, miteinladen, den Druck auf die Politik weiter zu erhöhen. Wir müssen weiter ungemütlich bleiben, denn das Klimapäckchen der Bundesregierung führt dazu, dass wir das 1,5°C-Grad Ziel verfehlen!
Infolge
der studentischen Vollversammlung der TU Braunschweig zum Thema
Klimaschutz am 11.07.2019 ist nun eine „AG Nachhaltigkeit“ ins
Leben gerufen worden, die die Schnittstelle zwischen Präsidium der
TU, Lehrenden, Forschenden und Studierenden darstellt und auch von
solchen besetzt ist. Dort sollen nun die Forderungen der Studierenden
möglichst vollständig und zeitnah umgesetzt werden. Unter die
Forderungen fallen u.A. Klimaneutralität der TU bis 2030 unter
Berücksichtigung verschiedenster CO2-Quellen, Überwachung
des Energieverbrauchs / der -effizienz, Verringerung des
Papierverbrauchs, Einrichtung von Lehrveranstaltungen und vieles
mehr.
Rückblick: Die außerordentliche Vollversammlung der Studierendenschaft am 11.07.2019
Es ist bereits vor Gründung der AG eine Vorlesungsreihe zum Klimaschutz ins Leben gerufen worden, in der jede Woche Fachleute ihres Gebiets das komplexe Thema Klimawandel für den Laien aufarbeiten, näher beleuchten und Bewusstsein schaffen. Sie findet wöchentlich von 18:30 – 20:00 Uhr im Altgebäude der TU (Meist in SN 19.1, seltener in PK4.7; Aushänge/Sharepics beachten!) statt. Kommt vorbei und erzählt es weiter!
Um
möglichst schnell voranzukommen, sind zweiwöchentliche Sitzungen
und die Schaffung von Unter-AGs geplant. Bisher hat die sog.
Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Interesse bekundet. Sie stellt z.B.
die Schnittstelle zwischen Universität und Politik dar.
Die Students for Future der TU sind auch in der AG vertreten und geben ihr Bestes, um eine zügige und erfolgreiche Umsetzung zu erzielen!
Geschrieben von Magnus Lenger, Students for Future Braunschweig
Nachdem der Klimawandel und Fridays for Future große Wellen geschlagen haben, wird man im Fernsehen mit Umweltthemen nur so erschlagen. Man weiß gar nicht was man zuerst anschauen soll. So viele Sender machen mit. ProSieben zeigt das Special Green seven. Der WDR bringt regelmäßig über Quarks und andere Sendungen wichtige Umweltthemen auf den Tisch und 3sat und ARD alpha könnte man an manchen Tagen bis 12 Uhr nachts gucken um sich zu informieren. Da geht es um Energiewende, Reduzierung von Plastik, Verschwendung von Lebensmitteln und in der nächsten wieder um unser Konsumverhalten bei Kleidung, mit dem wir in den Produktionsländern die Flüsse und Meere verschmutzen. Ein Thema schlimmer als das andere!
Ich habe schon vor einiger Zeit angefangen mich näher mit dem Thema Plastik zu beschäftigen. Alles begann vor über einem Jahr in einer Facebook Gruppe, in der ich mir diverse Tipps holte, wie man Plastik reduzieren und im Alltag vermeiden kann.
Wer sich länger mit dem Thema beschäftigt, stellt schnell fest, dass viele Unternehmen Greenwashing betreiben. Also Alternativprodukte zur Verfügung stellen, die erst einmal umweltfreundlich aussehen, es aber nicht sind. Man muss verdammt aufpassen, dass man vor lauter Plastikpanik nicht alles sofort in den Müll katapultiert, sondern nachhaltig mit den bereits vorhandenen Sachen umgeht! Es werden Produkte präsentiert die zwar nicht in Plastik eingepackt sind, dafür aber eine sehr hohe CO2 Bilanz haben. (z. B. Soja- und Mandelmilch oder Zahnbürsten aus Bambus) Die Inhaltsstoffe sind bis zum Verkauf des Produkts einmal um die halbe Welt gereist!
Aber spätestens nach dem Jenke Experiment, welches dieses Jahr im Fernsehen gezeigt wurde, ist mir tatsächlich klar wie schlimm Plastik tatsächlich ist und das wir in einer Wegwerfgesellschaft leben, die es so nie hätte geben dürfen.
Das Experiment beschäftigt sich nicht nur damit Plastik zu reduzieren, sondern auch mit den Stoffen die es in unsere Nahrung abgibt und die wir täglich mitessen! Meist ohne davon auch nur etwas zu ahnen.
Mit den Weichmachern und diversen Mikropartikeln kommen wir pro Woche auf eine kreditkartengroße Menge, die wir über unser Essen und über die Luft aufnehmen. Mmh…yummy! Luft? Ja tatsächlich Luft! Auch Hausstaub enthält durch die Teppiche und Kleidung winzig kleine Partikel von synthetischen Fasern, die man entweder einatmet oder über das Trinkwasser zu sich nimmt. Diese Kleinstpartikel können nicht mehr aus dem Wasser herausgefiltert werden.
Was dabei am schockierendsten ist, dass wir nicht einmal Babys davor schützen können. Es fängt mit den Nuckeln an, geht weiter über das Kinder-Plastikspielzeug, Brotdosen und später über die in Plastik verpackten Lebensmittel. (Käse, Wurst, Joghurt,…) Besonders fetthaltige Lebensmittel wie z. B. Kokosöl nehmen schnell Weichmacher auf. Selbst Dosen, von denen man denkt sie seien harmlos, werden von innen mit Plastik beschichtet.
Auch die Kosmetika werden im Experiment nicht ausgelassen. Peeling, Cremes, Duschgel, Shampoo,… überall sind Mikropartikel von Plastik und Weichmacher bzw. Flüssigteile von Plastik enthalten und gelangen so nicht nur in unsere Abwässer sondern auch direkt auf unsere Haut und in unseren Körper. Wer seine Kosmetik auf die Inhaltsstoffe testen will, kann u.a. die App CodeCheck verwenden.
Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass wir diese Mikropartikel nicht mehr aus dem Abwasser fischen können! Diese Produkte können auch Krebs verursachen! Unsere Haut ist das größte Organ das wir haben und die meisten von uns belasten es täglich unwissentlich mit Weichmachern und Mikroplastik. Schon in der Hälfte der Zeit des Experiments wird Jenke über das Krankenhaus informiert dass sich seine Werte drastisch erhöht haben!
In der Doku werden nicht nur Jenkes Blutwerte analysiert, sondern auch gezeigt wohin unser Plastik „recycelt“ wird. Bisher ging der größte Teil an China und gilt damit in Deutschland als recycelt.
Dass dies in keinem Fall so ist wird in Aufnahmen und Bildern gezeigt, in denen Menschen in diversen Städten im Müll versinken oder direkt darauf wohnen! Nur ein winziger Teil des Abfalls kann wiederverwertet werden.
Auch Urlaubsziele wie die Malediven kommen nicht gut weg. Was dem Urlauber meistens verborgen bleibt ist die Verpackung des Essen, die bis zum Hotel benötigt wird. Es gibt tatsächlich eine Müllinsel auf der pro Woche über 750 Tonnen Müll angeliefert und verbrannt werden. Die dortigen Arbeitskräfte kommen kaum hinterher.
Solltet ihr die Doku noch nicht gesehen haben, schaut sie euch unbedingt an und zeigt sie denjenigen, die immer noch nicht verstanden haben, dass wir ein ernstes Problem mit Müll haben.
Wem die Sendung noch zu wenige Infos enthält kann sich auch den Film „A plastic ocean“ kaufen. Der Film ist allerdings etwas für die ganz Harten und sollte nicht zu kleinen Kindern gezeigt werden. Bitte beachtet die FSK Regelungen. Zur Zeit ist der Film auf DVD leider nur auf Englisch ohne deutsche Untertitel erhältlich
Alles in allem fühlt man sich dem Problem gegenüber ziemlich hilflos. Das meiste sollte eigentlich von der Politik geregelt werden! Da kommt aber gerade wenig bis gar nichts. Aber wir als Verbraucher haben auch eine Chance. Wer sich engagieren möchte kann dies über diverse Organisationen tun. Sea Shepherd ist eine dieser Organisationen die sich um die Verunreinigungen in den Meeren kümmert.
Am schwersten ist es bei sich selbst anzufangen und so weit wie möglich auf umweltfreundlich umzustellen. Jeder denkt erst einmal: Ach das kleine bisschen ist nicht schlimm. Mir hat es sehr geholfen mein eigenes Verhalten zu Plastik und diversen anderen Dingen zu multiplizieren und auf die ungefähre Einwohnerzahl von Deutschland umzurechnen. So merkt man recht schnell wie viel Schwachsinn man macht und welche Auswirkungen es haben kann.
Wenn immer mehr Menschen sich darauf konzentrieren weniger Müll zu produzieren, kommt das auch bei den Herstellern an. Die Schritte der Veränderungen sind klein, aber aufgeben ist keine Option!
Irgendwann werden hoffentlich auch wir ein Gesetz haben was Mikroplastik in Kosmetika verbietet und Recycling und einen Ersatz für Plastik bei Lebensmittelverpackungen vorschreibt.
Handelt nachhaltig, wertschätzt das was ihr habt und informiert so viele Leute wie ihr könnt! Lasst Euch nicht unterkriegen und kämpft für euren Planeten und eure Zukunft!
Den Beginn des neuen Wintersemesters nahm Fridays for Future Braunschweig zum Anlass, um gezielt Studierende – insbesondere Erstsemester – für den Klimastreik zu mobilisieren. Im Vorfeld wurde während verschiedenster Einführungsveranstaltungen für Erstsemester durch Students for Future darüber informiert, auf welche Weisen Engagement in der Bewegung möglich ist und zur Teilnahme an den Demonstrationen aufgerufen. Zwei Zubringerdemos, welche an der Hochschule für Bildende Künste und an der Technischen Universität starteten, erleichterte Studierenden die Beteiligung am Streik und ermöglichte darüber hinaus den Austausch und die Vernetzung zwischen Erstis und Studierenden höherer Semester, die gemeinsam für eine gerechte Klimapolitik kämpfen wollen.
Die Demo begann 12 Uhr auf dem Schlossplatz mit einem Redebeitrag von Lea Raab. Die KunstLehramtsstudentin drückte vor allem ihre Enttäuschung und Frustration über das am 20.09. veröffentlichte Klimapaket aus: „Mich macht es so wütend, dass das Paket als Erfolg gefeiert wird, obwohl jeder zweite Deutsche erkennt, dass das Klimapaket nicht ausreicht. Wir erreichen damit nicht unsere Ziele! Und unsere Zukunft steht immer noch auf dem Spiel. Manchmal frage ich mich: Schaffen wir es noch, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen?“, beteurte jedoch im folgenden wie wichtig es ist, weiterhin zu streiken, sich zu solidarisieren und neuen Mut zu fassen: „Wer von euch verzichtet auf Fleisch wegen der hohen Emissionen? Wer fährt mit dem Rad zur Schule, zur Uni oder zur Arbeit? Wer bezieht Strom aus erneuerbaren Energien? Wer ist bei einer grünen Bank? Das alles können wir tun, aber es braucht dennoch politsche Maßnahmen! System Change not Climate Change, denn wir schaffen es nicht alleine!“
Im Namen der Scientists for Future Braunschweig hielt Prof. Dr. Ulrike Krewer eine Rede, in der sie beschrieb, wie die Ereignisse während ihrer Schulzeit in der 90er Jahren sie bereits früh in ihrem wissenschaftlichen und politischen Handeln motivierten. Krewer ist Professorin für Energie- und Systemverfahrenstechnik an der TU Braunschweig und forscht seit 18 Jahren an Brennstoffzellen, Batterien und weiteren chemischen Energiespeichern. Im Gegensatz zur Anti-Atom-Bewegung, die sie selbst miterlebte, umfasst das Ziel, den menschengemachten Klimawandel einzudämmen deutlich mehr Lebensbereiche und ist somit auch kraftaufwändiger. Deswegen ist jeder Einzelne dazu aufgefordert, etwas zu unternehmen. „Wir müssen viel mehr in unserem Leben und unserer Gesellschaft ändern als zum Beispiel beim Verzicht auf Kernenergie. Das betrifft die Politik, die Wirtschaft und jeden von euch und uns!“
Den abschließenden Redebeitrag bildete das Bündnis „Rise up for Rojava“. In der Woche zuvor hatte die Türkei eine militärische Offensive gegen die unter kurdischer Selbstverwaltung stehende Region Rojava in Nordsyrien angekündigt. Dadurch ist das einzigartige System Rojavas, welches auf Basisdemokratie, Ökologie und Frauenbefreiung fußt in großer Gefahr. Die Ortsgruppe Fridays for Future Quamishli, der Hauptstadt Rojavas, forderte dazu auf, sich mit den Aktivist*innen in Westsyrien zu solidarisieren. Fridays for Future Braunschweig positioniert sich eindeutig für den Schutz der selbstverwalteten Gebiete und gegen jegliche Form militärischer Aggression.
Die Demoroute planten wir in dieser Woche bewusst barrierefrei. Etwa eine Stunde lang zogen wir mit ungefähr 400 Menschen durch die Innenstadt und beendeten die Demonstration wie immer auf dem Schlossplatz. Und werden dort auch wieder beginnen:
See you on the streets am 1. November, 12 Uhr, Schlossplatz!
Dieser Beitrag ist ein Work-In-Progress. Fehlende Erfahrungsbericht werden noch nachgetragen!
Kritik an der Konsumkritik
Zum Thema “Kritik an der Konsumkritik” hielten zwei Falk*innen aus Göttingen am letzten Tag der Climate Week um 18.30 Uhr einen Vortrag im SUB: Durch einen veränderten Konsum die Gesellschaft verändern zu wollen, würde nicht zum gewünschten Gesellschafts- und Produktionswandel führen. Der Mechanismus von Angebot und Nachfrage stellt nur einen marginalen Spielraum dar. Wenn zum Beispiel der Fleischkonsum in Deutschland zurückgeht, führt das tatsächlich nicht zu weniger Tierproduktion, sondern mehr Tierfabriken werden gebaut, der Export steigt an und andere Märkte werden bedient.
Es müsse also
weniger bei der konsumierenden Person angesetzt werden, sondern
direkt bei den Produzent*innen und an der Produktionsweise. Die
Schuld oder Verantwortung auf das einzelne Individuum abzuwälzen ist
daher keine sinnvolle Strategie. Es müssen politische Entscheidungen
getroffen werden und die Wirtschaft demokratisiert!
Dieser Blogeintrag ist ein Work-In-Progress. Weitere Erfahrungsberichte werden nachgetragen! ;-D
„Gesellschaft ohne Plastik?“ Vortrag von Greenpeace Braunschweig
Am 26. September lud
der Seniorenkreis “Am Wasserturm” Dennis Zellmann von Greenpeace
Braunschweig zu einem Vortrag zum Thema “Gesellschaft ohne Plastik”
ein. Etwa 35 Interessierte, von der Schüler*in bis zur Senior*in,
waren zum Vortrag mit anschließender Diskussion gekommen.
Zu Beginn erläuterte Zellmann, wie Erdöl entstanden ist und welche Vorteile Plastik bietet. Dann ging er auf die erschreckenden Zahlen der Kunststoffproduktion und die geringe weltweite Recycling-Quote ein: Seit 1950 wurden etwa 8,3 Milliarden Tonnen Plastik produziert, wobei die Produktion weiterhin exponentiell wächst und global nicht einmal 10% recyclet wurden. Mikroplastik ist heute bereits in Böden, Luft, Gewässern, unserer Nahrungskette und auch unserem menschlichen Organismus angereichert.
Während Plastik aus einem endlichen fossilen Rohstoff – aus Erdöl – gefertigt wird, nutzen wir ihn und werfen ihn häufig einfach weg ohne ihn zu recyceln. Dieser Umgang mit Plastik zeigt exemplarisch wie der Mensch heutzutage mit endlichen Ressourcen umgeht.
Zum Schluss wies der Referent noch auf, was wir als Verbraucher tun können: refuse, reduce, re-use, repair, re-cycle and rot. (zu dt.: verweigern, reduzieren, wiederverwenden, reparieren, recyclen und verrotten lassen) . Andererseits gilt es an die Politik heranzutreten und Regularien zu fordern.
Nachhaltigkeitsparcour für Groß und Klein
Foto: Jonas Lenz
Mit einem Infostand zum Thema der Nachhaltigkeit in der Ernährung, der Energiegewinnung, der Mobilität und vielem mehr, haben die Parents for Future in der Innenstadt für Aufmerksamkeit gesorgt. Direkt beim Herantreten an den Stand gab es leckeres Obst und Informationen zum Verhältnis Mensch und Nutztier zu Wildtieren. Demnach sind nur 3 Prozent, in Kilogramm gerechnet, der Lebewesen auf der Erde Wildtiere, wie Giraffen etc.
Rundgang im JugendUmweltPark
Bereits
seit 1993 gibt es den JugendUmweltPark in der Kreuzstraße. Trotz
Nieselregen versammelten sich die rund 10-12 interessierte
Besucher*innen. In der Mitte des 2300 Quadratmeter großen Gartens
konnten sie zuerst ein aus recycelten Materialien selbst gebautes
Lehmfachwerkhaus mit Dachbegrünung und Solarzellen bestaunen.
Anschließend gab es eine Führung durch den Permakulturgarten. Durch
die möglichst naturnahe Bewirtschaftung ist auf der anfangs recht
überschaubar anmutenden Fläche der Anbau von unzähligen
Nutzpflanzen möglich, die von den Besucher*innen auch probiert
werden durften. Den Ausklang bildete ein nettes und informatives
Gespräch über das Konzept der Permakultur.
Foto: Djubi Helmholtz
Vortrag zum Thema: „Auswirkungen der Abfallwirtschaft auf den Klimawandel – was können wir tun?“
In dem Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Klaus Fricke ging es um die Auswirkungen unserer Abfallwirtschaft auf unser Klima. Speziell informierte der Vortrag darüber, welche und wie viele Treibhausgase durch unsere Abfallwirtschaft verursacht werden. Aus dem Vortrag ließen sich vorallem ableiten: Recycling ist gut, Müllvermeidung ist besser. Am Schluss gab es noch eine erfreuliche Info. Nach dem die beiden Vorträge der Scientists for Future so viel Anklang fanden, wird in der Zukunft eine weitere Vortragsreihe geben. Sobald Näheres feststeht wird dies unter https://www.s4f-bs.org/ bekannt gegeben.
Besuch
im Kunstverein. Führung durch die Fake
Truth
von Julia Phillips und die Frage nach nachhaltigerem
Ausstellungsbetrieb.
Wir
betreten den komplett mit Kieselsteinen bedeckter Boden der Remise
des Kunstvereins. Witness I-III, nennt die Künstlerin Julia Phillips
ihre Installation. Das gehen auf den Steinchen erzeugt ein
Geräuschpegel, hält man an entsteht Ruhe und man ist unmittelbarer
Bestandteil der Installation. Im Raum hängen an dezenten Seilen drei
reduzierte menschliche Silhouetten aus Keramik. Der Ansatz des
Hinterkopfes mit Hals und Schultern, zeigt den eigenen Abdruck der
Künstlerin. Im Zentrum zwei von handgeformten Lungenflügel in
rosafarbener Glasur. Im Kopf verbaute Vokalmikrofone nehmen Geräusche
der Bewegung und der Stimmen auf und geben diese verzerrt zurück in
den Raum. Die Keramikfiguren stellen Zeuge*innen dar, in Gruppe wie
als Individuum. Für Gerechtigkeit einzustehen und die Macht der
juristischen Möglichkeiten zu nutzen. Phillips setzt den Schwerpunkt
auf Rassismus und Probleme des racial profiling, die eine neutrale
objektive Verhandlungsbasis erschweren, es entstehen aber durchaus
Parallelen zu unserem Kampf gegen das so scheinbare demokratische
System. Denn wir alle sind Zeugen, Zeugen einer ohnmächtigen
Regierung und denjenigen die bis jetzt glauben der Klimawandel wäre
eine verzerrte Wahrheit.
Im
Anschluss unserer kleinen Führung zu Phillips Arbeiten kommen wir
ins Gespräch über Materialien. Nele Kaczmarek, einer der
Kurator*innen, sieht das Problem bei jährlich ca. acht Ausstellungen
und steht, unabhängig der Rahmenbedingungen, kritisch gegenüber
Materialverschwendung. Aber wie können Ressourcen im gängigen
Ausstellungsbetrieb sinnvoll genutzt werden? Viele Künstler*innen
arbeiten bereits mit Materialien, die vor Ort sind, also quasi
„regional“ und nutzen durchaus die Materialien, die von der
letzten Ausstellung übriggeblieben sind. Im Falle der Arbeit von
Phillips, die aus der USA anreiste, wird die Arbeit an ein anderes
Museum in der Umgebung weitergereicht um den Aufwand des Transportes
mehr als nur einmal aufzuwiegen. Kunst hat immer ein Mehrwert für
die Kultur, aber wie kann dieser Mehrwert auch für unsere Umwelt
erbracht werden? Es braucht definitiv mehr Ansätze für eine
nachhaltige Ausstellungspraxis, natürlich auch in den
Kunsthochschulen muss der Gebrauch von Plastik und giftigen Farben
hinterfragt werden.
Kneipenabend ”System Change not
Climate Change”
Vegan? Bringt dat überhaupt wat? Also zumindest auf den Klimawandel bezogen. Es scheint so einfach. Die Massen dazu bewegen sich klimafreundlich zu verhalten, und schwuppsdiwupps.. Klimawandel adee.
Doch so leicht ist es tatsächlich nicht. Und auch wenn beispielsweise vegane Ernährung, weniger Autofahren und weitere Einsparungen durchaus einen Effekt haben, steht dieser nicht im Verhältnis zu den Massen an Treibhausgasen die riesige Konzerne jedes Jahr ausstoßen. Diese profitieren von einer Politik, die den Raum für solche Klimaverbrechen ebnet. Und das schon seit es den Kapitalismus gibt. Dieser sorgte erst mit seinem Mythos des unendlichen Wachstums dafür, dass wir den Planeten in einem solchen katastrophalen Ausmaß ausgebeutet haben und dabei ökologische Interessen völlig vernachlässigten. Daher scheint es naheliegend auch die Systemfrage zu stellen und diese nicht im Widerspruch zu sehen, sondern sie als Teil des gleichen Problems zu betrachten. Mit dem Kapitalismus als Ursache und dem Klimawandel als Symptom.
Dieser Blogbeitrag ist ein Work-In-Progress: Weitere Erfahrungsberichte werden noch nachgetragen! 😉
Klimaschutz mit Messer und Gabel
Mithilfe einer Silent Line hat die Regionalgruppe Braunschweig von ProVeg e. V. Passant*innen in der Innenstadt über die Zusammenhänge von Ernährung und Klimawandel aufgeklärt. Wer das Gespräch suchte, wurde am Infostand beraten. Trotz Regen blieben zahlreiche Passant*innen stehen und ließen die Texte auf sich wirken. Die Reaktionen reichten von ungläubigem Staunen bis hin zu Daumen-hoch-Gesten. Unser Eindruck war, dass dieser Aspekt des Klimawandels noch viel zuwenig Beachtung findet – zumal jeder Mensch hier unmittelbar tätig werden und seinen persönlichen Beitrag gegen die Erderwärmung leisten kann.
Foto: Dagmar Raspe
Kommunales-Wohnen – bezahlbar ist die halbe Miete
Vergangenen
Mittwoch fand im Gewerkschaftshaus in der Wilhelmstraße der Vortrag
„Kommunales-Wohnen – bezahlbar ist die halbe Miete“ statt. Was
das ganze mit Klimaschutz zu tun hat erklärte Referent
Andrej Holm: „Viele Einpersonenhaushalte müssen, da es zu wenig
angemessene kleine Wohnungen gibt, auf eine große Fläche
ausweichen, was sich negativ auf den ökologischen Fußabdruck
auswirkt.“
Foto: Milena Lorenz
Larisa Tsvetkova ergänzte in ihrem Fachvortrag, dass seit 1989 die bewohnte Fläche pro Person bis 2018 um 12qm gestiegen seien. Als Wohnkonzepte stellte sie die Immovilien vor – Immobilien von vielen für viele. Gemeinsam verwaltete Wohngebäude bieten Wohn-, Gemeinschafts- und kommerziell nutzbare Flächen. Das Konzept ist ausgelegt auf Refinanzierung des Projektes, statt auf wirtschaftliche Interessen Einzelner. „Wir sollten nicht einfach hinnehmen, dass es normal ist mit Wohnraum Geld zu verdienen, genauso wie es nicht normal ist drei Tonnen Wertstoffe in Bewegung zu setzen nur um zur Arbeit zu kommen.“, sagte Larisa Tsvetkova Während der offenen Diskussionsrunde und bekam dafür großen Beifall.
Vortrag: wandel.WOHNPARK
„community_autark“ – Tiny Houses Siedlung in Braunschweig
Foto: Djubi Helmholtz
In den Räumen der Regionalen Energie- und Klimaschutzargentur stellte Heiko Hillmer das Projekt wandel.WOHNPARK „community_autark“ vor. Im Raum Braunschweig soll in den nächsten Jahren eine Tiny House Siedlung entstehen. Der aus der Reduktion des eigenen Wohnraumes resultierende Minimalismus ist nicht nur Ressourcen schonend und somit klimafreundlich, sondern wird als Lebensqualität verstanden. „Jeder Mensch besitzt im Schnitt 15.000 Teile“, so Hillmers. Die finanziellen Kosten und der Zeitaufwand für derartigen materiellen Besitz würden in einem Tiny House wegfallen. Der Wohnpark wird als generationenübergreifendes, „community_autarkes“ Gemeinschaftsprojekt geplant. Das Projekt zeigt, dass ein für unseren Planeten so dringend notwendiger Wandel im Kleinen und mit der eigenen Haustür beginnen kann. Klimaschutz bedeutet nicht Verzicht und höhere Kosten, sondern im Gegenteil Gewinn.
Die nächste Konzeptvorstellung für Interessierte findet am 08.10. um 18 Uhr in der reka statt.
Das Unikino und Students for Future zeigen den Film „Tomorrow“
Bild: Etienne Neumann
Am Mittwoch präsentierten das Unikino der TU
Braunschweig und Students for Future zusammen den Film „Tomorrow“.
In dem Film werden verschiedenste Lösungsansätze zu den Themen
Ernährung, Energie, Wirtschaft, Demokratie und Bildung aufgezeigt
und Menschen porträtiert, die diese Ansätze bereits umgesetzt haben
und davon profitieren. Die Hauptaussage der meisten Ansätze war:
Kaufe regional ein. Das stärkt die heimische Wirtschaft und schont
die Umwelt durch reduzierte Transportwege. Es müssen mehr
Nahrungsmittel auf geringerem Raum angebaut werden. Dies ist
umweltfreundlich, lukrativ und bildet die Basis einer wachsenden
Erdbevölkerung. Erneuerbare Energien sind günstig und zeitgerecht.
Basisdemokratie ist wichtig – die Macht muss vom Volke ausgehen.
Und zuletzt wurde ein finnisches antiautoritäres Bildungssystem auf
Augenhöhe beschrieben.
Es kamen zahlreiche Personen, die das Thema Nachhaltigkeit interessiert und wirkten sehr begeistert von dem Film. Diese Kooperation soll weiter aufrecht gehalten werden: Im kommenden Semester werden Students for Future und das Unikino regelmäßig mittwochs einen Film mit umweltrelevantem Hintergrund zeigen. Das Unikino selbst zeigt zusätzlich jeden Dienstag um 20 Uhr im Semester einen „ganz normalen“ Kinofilm zu einem fairen Preis von 2€ und zusätzlich 50 Cent für einen Semesterpass.
Vortrag zum Thema „Folgen des Klimawandels für Süßwasser-Ökosysteme“
Foto: Timo Schumann
In dem Vortrag informierte Prof. (apl.) Dr. Frank Suhling über die Auswirkungen des Klimawandel für Süßwasser Ökosysteme. Konkret beschäftigte sich der Vortrag damit was für Auswirkungen Klima und Wetter auf die Artenvielfalt in unseren Gewässern hat.
Als Süßwassergewässer werden im allgemeinen Seen, Flüsse, Bäche oder z.B. auch Moore bezeichnet. Sie dienen vor allem Insekten als Brut und Wachstumsstätte. Durch immer länger auftretende Dürreperioden beispielsweise sind diese Insekten vor allem in Ihrem Larfenstatium besonders bedroht.
Der Vortrag war gut besucht. Die Atmosphäre in dem „Kleingarten“, welcher im Innern des Theaters aufgebaut war, war angenehm.
Klimagerechtigkeit und Tierproduktion
Jeden Mittwochabend findet im SUB der “sozialisischen Jugend – die Falken” mit dem “Theorie und Theke”-Format ein Vortrag mit anschließender Diskussion statt. Anlässlich der Klimawoche Braunschweig, wurde dafür am 25.09. ein Referent der „Animal Climate Action“ eingeladen, um zum Thema “Klimagerechtigkeit und Tierproduktion” zu referieren. Dabei wurden Fakten genannt, als auch Handlungsalternativen dargelegt – wie zum Beispiel eine vegane Lebensweise und die Teilnahme an Demonstrationen gegen den Bau neuer Mastanlagen:
Die Tierproduktion ist für 14,5% der vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Hauptquellen sind Landnutzungsänderungen, wie Trockenlegung von Mooren und Abholzung von Regenwald, um Weide- oder Anbaufläche für Futtermittel zu gewinnen, Gülle, die Verdauung von Wiederkäuern, die Futtermittelproduktion, als auch die Verarbeitung und der Transport von Tierprodukten.
Wenn alle Menschen
sich vegan ernähren würden, könnten die klimaschädlichen
Treibhausgase des Landwirtschaftssektors um 70% reduziert werden.
Allerdings ändert eine vegane Ernährung nichts an dem internationalen Wettbewerb der Tierproduktionskonzerne: Obwohl die Nachfrage in Deutschland an Tierprodukten leicht sinkt, werden weiter Mastanlagen gebaut und billig produziete Tierprodukte ins Ausland exportiert.
Dieser Blogbeitrag ist ein Work-In-Progress: Weitere Erfahrungsberichte werden noch nachgetragen! 😉
Kurzdemo mit Gehzeugen
Am Dienstag, den
24.09, ereignete sich von 16.30 Uhr bis etwa 17 Uhr ein etwas
ungewöhnlicher Anblick auf Braunschweigs Straßen: Unter dem Motto
“Städte für Menschen nicht für Autos” zog ein kleiner
Demonstrationszug vom Umweltzentrum bis zum Schloss. Vorneweg gingen
fünf Greenpeace-Aktivist*innen mit sogenannten Gehzeugen (siehe
Bild). Diese visualisieren, wie viel Raum ein einziges Auto einnimmt,
unabhängig davon ob dieses voll besetzt oder nur eine Person hinterm
Steuer sitzt.
Quizrunde
zum Thema Mobilität
Foto: Timo Schumann
Nachdem der Demozug den Schlossplatz erreichte baute Greenpeace Braunschweig dort eine Tafel mit Fragen zur Mobilität in Braunschweig auf. Jede*r war eingeladen zum Beispiel zu schätzen, wie viele Stunden Autofahrende pro Monat mit der Parkplatzsuche verbringen, oder wie viele Autos pro 100 Einwohner in Braunschweig unterwegs sind. Es war sehr eindrucksvoll wie viel Platz das Auto in der Stadt einnimmt! Darüber hinaus konnte man sich über umweltfreundlichere und platzsparende Mobilität in der Stadt informieren.
Am Dienstag den 24.09. wurde es voll in den Räumblichkeiten des SUB (Goslarsche Str. 20a). Zum Vortrag der Ökoscouts zum Thema “Kritische Einordnung kapitalismusbejahender Umweltbewegungen” waren viele Interessierte aus der Umweltbewegung als auch aus dem Linkspolitischen Kontext gekommen.
Hendrik von den Ökoscouts trug dabei eine sorgfältige Analyse von Umweltbewegungen vor und übte fundiert Kritik. Ein zentraler
Kritikpunkt war, dass die Forderungen wie beispielsweise von Fridays
for Future gestellt nur Symptombekämpfung seien. Die Ursache des
menschgemachten Klimawandels – und vieler anderer sozialen Probelme
– lägen in der kapitalistischen Wirtschaftsweise. Daher müssten
Forderungen wie eine Reduktion der Emissionen, Hand in Hand mit
Systemkritik gehen.
Anschließend an den etwa einstündigen Vortrag brach rege Diskussion aus, in der nicht alle Fragen geklärt werden konnten, obwohl die letzten Diskussionsteilnehmer*innen erst um 23 Uhr gingen. Die Systemfrage brauche mehr intensive Theoriearbeit, dazu wurden unterschiedliche Bücher vorgestellt, als auch zu einem Lesekreis der Ökoscouts eingeladen, der Anfang November starten solle. Auch die “Sozialistische Jugend – Die Falken” bieten zu diesem Themenspektrum eine Vielzahl an Input.
Dieser Blogbeitrag ist ein Work-In-Progress: Weitere Erfahrungsberichte werden noch nachgetragen! 😉
Gemeinsam Upcycling-Demoschilder gestalten
Am vergangenen Montag wurde es kreativ beim Demoschilder Upcycling im Protohaus Makerspace: Für ein paar Stunden wurden die gesamten Spendenmaterialien und alte Kartons zusammen getragen und zu etwas Neuem upgecycelt. Mit einer riesigen Auswahl an Pinseln, Stiften, Farben und Nähzeug sowie genügend Arbeitsfläche konnte im Protohaus der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Gemeinsam wurde fleißig an Sprüchen und Motiven getüftelt, genäht, geklebt und gemalt. Heraus kamen kreative Botschaften für die kommenden Klimademos!
“Das gute Leben heute – Was ist möglich in Zeiten der Klimakrise”
Kein Stuhl blieb am vergangenen Montag Abend im K1 der Karlstraße 35 frei. Der Vortrag „ Das Gute Leben – Was ist möglich in Zeiten der Klimakrise?“ der Referentin Christa Dziallas traf offenbar den Puls der Zeit. Dieser wurde von Attac Braunschweig organisiert. Bei all den geforderten Klimaschutzmaßnahmen stellte sich für viele Vortragsbesuchende die Frage, wie es mit der sozialen Gerechtigkeit aussieht. Was tun, wenn Heizöl und Benzin teurer werden? Gerade Familien, die ein altes Grundstück auf dem Land geerbt hätten, seien sowohl auf Heizöl, als auch auf Benzin angewiesen, um ihre Wohnung zu heizen und zu ihrer Arbeit zu gelangen. Eben diese Familien könnten zu den wirtschaftlich Abgehängten gehören. Mittelständische und hohe Klassen bräuchten wenig Angst vor den Klimaschutzmaßnahmen haben. In einer anschließenden Diskussionsrunde tauschten sich die Interessierten über aktuell politische Maßnahmen aus. Wo liegt der Vor- und Nachteil einer Klimadividenden? Ist eine CO2 Steuer wirksam? Welche anderen Wege gibt es noch? „Wenn Erfolg sichtbar ist“, meint der 59-jährige Handwerker und Kaufmann Horst Baseniak, „führt dies zu einer positiven Resonanz in der Bevölkerung.“ Einig schienen sich alle in einem Punkt zu sein: Die Klimakrise ist ein Problem, dass es bald zu lösen gilt. In der Klimapolitik muss konkret etwas geschehen.
Film “Zeit für Utopien – Wir
machen es anders.”
Transition
Town veranstaltete am Montag einen Kinoabend im Roten Saal im
Schloss. Nach einer kurzen Einführung tauchten die Besucher*innen in
die gelebten Utopien der inspirierenden Dokumentation ein. Von
energieeffizientem urbanen Wohnen in der Gemeinschaft über
nachhaltige und faire Landwirtschaftskonzepte aus Korea bis hin zur
Produktion des Fairfones wurden verschiedene Positivbeispiele
portraitiert. Den Besucher*innen wurde deutlich, dass nachhaltiges
Leben auch heute schon gelingen kann.
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